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Aus: Ausgabe vom 21.04.2021, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Nichts Neues im Westen

Weltstadt in Flegeljahren | Mo., 23.35 Uhr, Arte
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Weltstadt in Flegeljahren. Ein Bericht über Chicago: Moderne in Schwarzweiß und Stumm

»Weltstadt in Flegeljahren. Ein Bericht über Chicago« (1931) ist keiner der »typischen« Städtefilme der Stummfilmära (wie »Berlin, Symphonie einer Großstadt«). Der deutsche Schriftsteller und Fotograf Heinrich Hauser (übrigens eine politisch fragwürdige, aber interessante Figur, die es – als einstigen Anhänger des Kapp-Putsches – auf der Flucht vor den Nazis bis ins US-Exil verschlagen sollte), wollte eigentlich einen Lehrfilm drehen. Diese Genreunschärfe sollte zu seinem langen Verschwinden in den Archiven beitragen. Das Staunen über eine mechanisierte Welt, über die Turmbauten aus Stahlbeton, verdeckt nicht Hausers Blick auf das Elend der Arbeiter in diesem Labor des Kapitalismus, und doch ist Chicago, »fremdartig wie ein anderer Stern«, für ihn die »schönste Stadt der Welt: ein technischer Traum in Aluminium, Glas, Stahl, Zement und künstlichen Sonnen«. Manches wirkt modern, das Verschwinden des Menschen in der automatisierten Fabrik ist ja kein Phänomen der Digitalisierung. (sc)

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