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Aus: Ausgabe vom 17.04.2021, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Antikolonialer Kämpfer

Lesart | Do., 10.05 Uhr, DLF Kultur
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Kommunist und Widerstandskämpfer: Anton de Kom

Manche Nationalstaaten sind ziemlich erfolgreich darin, ein Bild von sich zu vermitteln, das der Realität überhaupt nicht entspricht. Ein Beispiel: die Niederlande. Das Land promotet seine angebliche »liberale Lebensweise«, wo es nur kann. Ein bisschen Fahrradkultur hier, ein bisschen Drogenpolitik da, plus Tulpenfelder und holländische Pommes als Kirsche auf dem Sahnehäubchen. Dass das Land eine brutale Kolonialgeschichte besitzt und jedes Jahr Hunderttausende Niederländer mit dem »Zwarte Piet« ein rassistisches Stereotyp feiern, wird ausgeblendet. DLF Kultur berichtete nun über ein Buch, das kürzlich erneut auf deutsch erschienen ist und sich dem niederländischen Kolonialismus in Suriname widmet. Anton de Kom schrieb »Wir Sklaven von Suriname« zwar 1934, doch das Buch war bis 1971 zensiert. Als Aufwiegler verschrien, wurde de Kom 1933 aus Suriname in die Niederlande abgeschoben, wo er sich der Kommunistischen Partei anschloss und gegen die deutsche Besetzung kämpfte. Leute, gönnt euch diesen Klassiker! (es)

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