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Aus: Ausgabe vom 17.04.2021, Seite 2 / Ausland
Unblock Cuba!

Gemeinsam gegen die Blockade

Europaweite Solidaritätskampagne »Unblock Cuba« startet
Von Volker Hermsdorf
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»Unblock Cuba«-Kundgebung am 17. Oktober 2020 vor der US-Botschaft in Berlin

An diesem Sonnabend beginnt die Hauptphase der von mehr als 100 Organisationen in 27 Ländern unterstützten europäischen Solidaritätskampagne »Unblock Cuba«. Mit Aktionen und Veranstaltungen, auf Plakaten, in Radiospots, Anzeigen und Onlinewerbung wollen sich die beteiligten Aktivisten in den kommenden Wochen in zahlreichen Städten für das Ende der seit mehr als 60 Jahren andauernden US-Blockade gegen Kuba einsetzen. Die Auftaktveranstaltung zur europaweiten Unblock-Cuba-Kampagne kann am Sonnabend, den 17.4., ab 19 Uhr live auf ­unblock-cuba.org und auf Facebook verfolgt werden.

Der Aktionsauftakt fällt zeitlich mit dem 60. Jahrestag des Beginns der von der CIA initiierten Invasion in der kubanischen Schweinebucht zusammen, deren Ziel der gewaltsame Sturz der noch jungen revolutionären Regierung des Landes war. Damals besiegten Milizen, Streitkräfte und Bevölkerung die Angreifer innerhalb von 72 Stunden. Seitdem versuchen die USA das Ziel der Invasoren mit der längsten Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade durchzusetzen, die je gegen ein Land verhängt worden ist. Kuba entstehen dadurch jährlich Milliardenverluste mit schwerwiegenden Folgen für die Bevölkerung. Die Auswirkungen der in den sechs Jahrzehnten ständig verschärften und von den Vereinten Nationen als völkerrechtswidrig verurteilten US-Sanktionen beeinträchtigen das gesamte soziale, wirtschaftliche und kulturelle Leben in der sozialistischen Inselrepublik.

Die Herausforderungen der hauptsächlich durch die verschärfte US-Blockade und die Coronapandemie verursachten Wirtschaftskrise sind deshalb unter anderem auch Kernthemen auf dem viertägigen VIII. Parteitag der Kommunistischen Partei Kubas (PCC), der am Freitag (Ortszeit) in Havanna eröffnet wurde. Die Delegierten wollen dort eine »Agenda des Widerstandes« sowie Konzepte und Maßnahmen für die »Verteidigung, Entwicklung und Aktualisierung des sozialistischen Modells der karibischen Nation« beschließen, kündigte die kubanische Nachrichtenagentur Prensa Latina an. Dazu sollen grundlegende Weichenstellungen für die künftige Wirtschafts- und Sozialpolitik des Landes und die Fortsetzung des Generationenwechsels in den Leitungsgremien der Partei eingeleitet werden.

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Die Bundesregierung sagt: der Tageszeitung junge Welt sei mit geheimdienstlichen Mitteln der »Nährboden zu entziehen«. Wirtschaftlich und wettbewerbsrechtlich negative Folgen durch die Nennung der Zeitung im Verfassungsschutzbericht seien sogar beabsichtigt.

Unsere Antwort darauf kann nur sein, dass sie mit diesem grundgesetzwidrigen Eingriff in die Presse- und Meinungsfreiheit genau das Gegenteil erreichen! Deshalb fordern wir alle Freunde, Leserinnen und Leser, Unterstützer, Autoren und Genossenschaftsmitglieder auf: Tun wir alles, um den »Nährboden« der jungen Welt zu stärken – jetzt erst recht!

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  • Leserbrief von Onlineabonnent/in Torsten Andreas S. (17. April 2021 um 04:53 Uhr)
    Seit sechs Jahrzehnten wird die Blockadehaltung der Regierung der USA gegenüber Kuba weltweit verurteilt. Haben wir im Blick, wer Kuba blockieren möchte: Die Regierung der USA und die Regierung Israels vertreten diese unsinnige Haltung. Alle anderen Staaten haben sich entweder enthalten oder mit Nein gestimmt. – So wird seit Jahrzehnten entschieden, wenn in den Vollversammlungen darüber abgestimmt wird. Deshalb wäre es an der Zeit, in Frage zu stellen, welchen Grund es gibt, diese Sanktionen gegen Kuba nicht endlich aufzugeben?

    Herr Biden, der derzeitige Präsident der USA, ist damit aufgewachsen, diese Insel als feindliches Territorium zu betrachten. So wurde er sozialisiert, aber stellt die eigenen Vorurteile nicht in Frage – auch nach 60 Jahren nicht. Ihm ist bekannt, dass beinahe alle Regierungen, die in der UNO zusammenarbeiten, bereits seit vielen Jahren die Sanktionen gegen Kuba verurteilen. Warum er nicht umdenkt, also nicht einlenkt, kann sein Geheimnis bleiben. Überall auf der Welt verspielt er aber seinen Ruf. Alle hätten mehr Substanz von ihm erwartet.

Leserbriefe zu diesem Artikel:

  • Roland Winkler, Aue: Woher die Feindschaft rührt Interventionen der USA haben eine lange, grausame Geschichte. Der ehemalige US-Präsident Woodrow Wilson sagte im Oktober 1913 brutal offen: »Ich will die südamerikanischen Republiken lehren, sich brav...

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