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Aus: Ausgabe vom 10.04.2021, Seite 8 / Abgeschrieben

Protest gegen Schließung des Druckzentrums Erfurt

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Verdi protestiert gegen die Schließungspläne der Funke-Mediengruppe

Verdi ruft für Sonnabend zum Protest gegen die geplante Schließung des Druckhauses in Erfurt-Bindersleben auf:

Beschäftigte des Druckzentrums für die TA, TLZ und OTZ werden sich gemeinsam mit der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft gegen die Schließungspläne der Funke-Mediengruppe wehren. Hierzu wird am 10. April in der Zeit von 12 bis 14 Uhr auf dem Erfurter Anger eine Kundgebung stattfinden. Verschiedenen Organisationen sowie Vertreter der SPD und der Partei Die Linke werden sich solidarisieren.

»Die Konzernspitze beabsichtigt mit Beginn des nächsten Jahres eine Verlagerung der Produktion nach Braunschweig. Hierfür gibt es weder wirtschaftliche noch logistische Gründe. Eine ›Transformation ins Digitale‹ sei das Ziel, der Preis dafür sind 270 Arbeitsplätze«, sagt Jan Schulze-Husmann vom Verdi-Fachbereich Medien, Kunst und Industrie. (…) »Die Kundgebung ist nach der Mahnwache vom 28. März eine von vielen geplanten Aktivitäten zum Erhalt des Erfurter Standortes«, so Astrid Striehn, stellvertretende Geschäftsführerin des Verdi-Bezirkes Thüringen. (…)

»Fridays for Future« Berlin mobilisiert für Sonnabend zu einer Demonstration gegen den Ausbau der Berliner Stadtautobahn A 100 und für eine klimagerechte Mobilitätswende:

Am Sonnabend, dem 10. April, demonstriert »Fridays for Future« Berlin mit einem breiten Netzwerk gegen den Ausbau der A 100, für eine gerechte Mobilitätswende und ein lebenswertes Berlin. Die Fahrraddemonstration startet um 14 Uhr am Hermannplatz, geht über die A 100 und endet am Verkehrsministerium. (…)

Dazu Hannah Pirot von »Fridays for Future« Berlin: »Bereits jetzt sind Millionen Menschen von den Auswirkungen der Klimakrise in ihren Lebensgrundlagen betroffen. Neben internationaler Zusammenarbeit muss aber auch lokal in Berlin gehandelt werden. Der Weiterbau der A 100 soll eine Stadt für Autos im Stile der 50er Jahre zementieren und Klubs sowie Menschen verdrängen. Für Berlin brauchen wir Fahrradwege, gerechten und umlagefinanzierten ÖPNV und vor allem eine lebenswerte Stadt.« Der 16. Abschnitt der A 100 zwischen Neukölln und Treptow ist bereits im Bau, wogegen der 17. Abschnitt, der durch Friedrichshain und Lichtenberg gehen soll, noch in der Planung ist. Unter anderem müssten durch den Bau der Klub »About blank« und mehrere Wohnhäuser weichen. (…)

Katrin Werner, Bundestagsabgeordnete der Partei Die Linke aus Trier, kritisierte am Freitag das rheinland-pfälzische Testkonzept für Schulen:

Aktuell zeigt sich erneut die Unfähigkeit des Bildungsministeriums, angemessen und vorbereitet auf die Pandemie zu reagieren. Luftfilter brauchten Monate, um in die Schulen zu kommen, nun steht das Schnelltestdesaster vor der Tür. Dass die Tests in den Schulen von schlecht geschütztem und nichtmedizinischem Personal durchgeführt werden, kann nicht funktionieren. Das Land muss Familien mit ausreichend Schnelltests ausstatten, um zu Hause zu testen, bevor die Kinder im Zweifelsfall erst in vollen Bussen und Bahnen in die Schule fahren. Im Falle eines positiven Tests können sie nur schlecht separiert werden, und es gibt auch keine schnelle Möglichkeit für einen darauffolgenden PCR-Test. Wir brauchen endlich eine konsequente und durchdachte Teststrategie für die Schulen.

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Die Bundesregierung sagt: der Tageszeitung junge Welt sei mit geheimdienstlichen Mitteln der »Nährboden zu entziehen«. Wirtschaftlich und wettbewerbsrechtlich negative Folgen durch die Nennung der Zeitung im Verfassungsschutzbericht seien sogar beabsichtigt.

Unsere Antwort darauf kann nur sein, dass sie mit diesem grundgesetzwidrigen Eingriff in die Presse- und Meinungsfreiheit genau das Gegenteil erreichen! Deshalb fordern wir alle Freunde, Leserinnen und Leser, Unterstützer, Autoren und Genossenschaftsmitglieder auf: Tun wir alles, um den »Nährboden« der jungen Welt zu stärken – jetzt erst recht!

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