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Aus: Ausgabe vom 08.04.2021, Seite 15 / Medien
Studie »Zeitungsqualitäten 2021«

Die Zeitung lebt, Digitalbereich legt zu

Verlegerverband BDZV freut sich über zunehmende Akzeptanz von E-Papers
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Überall und jederzeit: Lesen auf Smartphone oder Notebook hat praktische Vorteile

Neue Daten und Fakten zum Leser- und Werbemarkt verspricht eine Studie der ZMG (Zeitungsmarktforschung Gesellschaft), die vom BDZV (Bundesverband Digitalpublisher und Zeitungsverleger) am 18. März vorgestellt wurde. Darin sind eine ganze Reihe guter Nachrichten für die Verlage der Branche enthalten, die trotz optimistischer Töne weiterhin als in einer schweren Krise befindlich definiert werden kann. Die zunehmende Akzeptanz der sogenannten E-Paper – eines digitalen Zeitungsformats – wird dabei von den Autoren der Studie »Zeitungsqualitäten 2021« besonders hervorgehoben.

So nutze »gut jeder dritte Zeitungsleser« (37 Prozent) E-Paper. Bei den jüngeren (14 bis 29 Jahre) seien es sogar 57 Prozent. Für diese Nutzergruppe stehe – ebenso wie für alle anderen Leser – auch fest, dass die Printausgabe eher das »richtige Zeitungsgefühl« vermittele. Aber jenseits dieser emotionalen Kategorie zählten für die jüngere Generation stärker die Vorzüge der digitalen Lektüre. Vor allem die flexible und jederzeitige Verfügbarkeit spreche für das digitale Produkt. »Das kann ich besser lesen, wann und wo ich will«, attestierten 67 Prozent aller unter 30jährigen dem E-Paper.

Die laut Studie erhobenen Fakten zur Zeitung zeige aktuelle Entwicklungslinien, heißt es in der Mitteilung des BDZV. Die zunehmende Beliebtheit des E-Papers sei eine davon. Aber auch das bedruckte Papier gilt noch nicht als abgeschrieben. Zeitungslesen sei auch stark mit Gewohnheiten verbunden, heißt es weiter. So sähen Nutzer der gedruckten Ausgabe im Printprodukt ganz überwiegend Vorteile: Für 89 Prozent der Befragten vermittle es das richtige Zeitungsfeeling, 82 Prozent fänden sich in der Printausgabe besser zurecht als im E-Paper und 74 Prozent sagen, man könne interessante Seiten oder Beiträge gedruckt besser aufheben.

Weitere Ergebnisse der Studie: Mit der wöchentlichen Reichweite von 84,6 Prozent (59,7 Millionen Leserinnen und Leser) erreichten die Zeitungen gedruckt oder digital alle Bevölkerungsgruppen – auch drei Viertel der unter 30jährigen (76 Prozent). Sie gälten im Lokalen als das stärkste Medium und seien das glaubwürdigste: Auch junge Leute vertrauten bei widersprüchlicher Berichterstattung am ehesten der Zeitung. Und sie genieße täglich 39 Minuten höchste Aufmerksamkeit. Für acht von zehn Deutschen seien zudem Zeitungsanzeigen glaubwürdig und zuverlässig und die werbenden Unternehmen seriös (76 Prozent). 47 Prozent würden sogar Anzeigen und Prospekte in der Zeitung vermissen, wenn es sie nicht mehr gäbe. (jW)

www.zeitungsqualitaeten.de

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