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Aus: Ausgabe vom 22.03.2021, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Wie im Mittelalter

Auf Leben und Tod | Sa., 20.15 Uhr, Arte
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Allein in den USA fielen der Spanischen Grippe 675.000 Menschen zum Opfer – »Corona« ist aktuell bei 540.000 (Foto: Seattle, 1918)

Warum gibt es eigentlich trotz Corona so wenige Sendungen, die das Thema Seuchen historisch beleuchten? Wenn man sich die Arte-Doku »Auf Leben und Tod« ansieht, könnte man zum Schluss kommen: Das liegt daran, dass vertuscht werden soll, dass die gegenwärtigen Maßnahmen zur Pandemiebekämpfung nur wenig entwickelter sind als im Mittelalter. Schon damals gab es Shutdowns, wurden Kranke isoliert, und vor allem sorgte man sich um frische Luft, um die Pest zurückzudrängen. In Venedig ging man dabei rigoros vor – um der Wirtschaft willen. Sogar Impfungen gibt es schon seit dem 18. Jahrhundert. Wo ist also der Fortschritt? Nach einem Porträt von »Koch und Pasteur« im Anschluss zeigte Arte noch einen Film über »Mysteriöse Bakterienkiller«. Dabei ging es um die Technik, Bakterien mittels Viren zu bekämpfen, sogenannter Phagen – eine Methode, die seit Sowjetzeiten in Georgien in Blüte steht. Wäre da nicht Big Pharma, würde sie längst weltweit angewandt! (jt)

Wer fürchtet sich eigentlich vor wem?

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