1.000 Abos für die Pressefreiheit!
Gegründet 1947 Sa. / So., 12. / 13. Juni 2021, Nr. 134
Die junge Welt wird von 2546 GenossInnen herausgegeben
1.000 Abos für die Pressefreiheit! 1.000 Abos für die Pressefreiheit!
1.000 Abos für die Pressefreiheit!
Aus: Ausgabe vom 15.03.2021, Seite 14 / Feuilleton
Programmtips

Vorschlag

Damit Ihnen das Hören und Sehen nicht vergeht
14_TV_Larm_Arte.jpg
Jean-Roger (l.), Bruno und ein entsicherter Revolver: »Lärm und Wut«

Re: Schnitzel 2.0

Pflanzliche Alternativen erobern Europa

Massenweise Tiere züchten, um sie dann zu töten und zu essen, ist angesichts der Fleischfabriken hierzulande in Verruf geraten. Während einige noch über neue Stallsysteme diskutieren wie über die Neuauflage des abgewirtschafteten Verbrennungsmotors, sind junge Unternehmer und Startups längst dabei, Begriffe wie Fleisch, ­Käse und Milch neu zu definieren. Sie fordern: Pflanzliche Ersatzprodukte wie Erbsenschnitzel, veganer Käse und Zellfleisch gehören genauso in die Supermarktauslage wie tierisches Fleisch.

Arte, 19.40 Uhr

Rififi

Fünf Jahre lang hat der Gangster Tony im Gefängnis gesessen. Kränkelnd kehrt er nach Paris zurück und muss feststellen, dass nichts mehr so ist, wie es einst war. Dann plant sein Freund Jo einen Überfall auf einen Juwelier. F 1955. Stilbildend: Die Szene des Einbruchs ist 32 Minuten lang, ohne Musik und Dialog.

Arte, 20.15 Uhr

Lärm und Wut

Eine Wohnung in einer Pariser Vorstadt ist das neue Zuhause des 14jährigen Bruno. Nach dem Tod seiner Großmutter ist der Junge zu seiner Mutter gezogen, die arbeiten muss und keine Zeit für ihn hat. Als er den gleichaltrigen Jean-Roger kennenlernt, eröffnet sich für Bruno eine für ihn fremde Welt: Sein Freund stammt aus einer Familie, deren Alltag von Per­spektivlosigkeit und Gewalt bestimmt wird. Regie: Jean-Claude Brisseau. Der Film löste einen Schock aus, als er 1988 ins Kino kam. Denjenigen, die ihm vorwarfen, die Gewalt in den Problemvierteln zu übertreiben, sagte der Regisseur, dass sein Film in Wirklichkeit eine Realität entschärfe, die viel schlimmer sei.

Arte, 22.10 Uhr

Auf der Coronaintensiv­station der Charité

Kampf um jeden Atemzug

Für »Die Story im Ersten« besuchte Regisseur Carl Gierstorfer über mehrere Monate eine Coronaintensivstation der Berliner Charité. Der Film zeigt den Alltag der Beschäftigten, den Kampf der Ärzteschaft und Pflegenden um ihre Patienten. Es ist ein Einblick in einen Mikrokosmos, der keine Tageszeiten kennt, bestimmt von grellem Licht und piepsenden Maschinen – von Menschlichkeit und den Grenzen der Medizin.

Das Erste, 22.50 Uhr

Als Botschafter bei Hitler

Nach der Machtübergabe an Hitler beobachtet das diplomatische Korps in Berlin, wie die neue Regierung den gesamten Staatsapparat unter ihre Kontrolle bringt. Die Botschafter berichten regelmäßig nach Hause. In ihren Berichten spiegelt sich Angst, Sorge und Abscheu wider, aber auch Faszination und Opportunismus.

Das Erste, 23.35 Uhr

Röntgenbild einer Familie

Firouzeh Khosrovani erzählt die Geschichte ihrer Familie im Iran. Als Tochter einer strenggläubigen Mutter und eines weltlich-westlich orientierten Vaters wuchs sie im Spannungsfeld dieser konträren Überzeugungen auf. Beispielhaft zeigt Khosrovani, wie der Glaubenskampf für das Leben vieler Familien zur Zerreißprobe wurde. N/IRN/CH 2020.

Arte, 23.45 Uhr

1.000 Abos jetzt

Die Bundesregierung sagt: der Tageszeitung junge Welt sei mit geheimdienstlichen Mitteln der »Nährboden zu entziehen«. Wirtschaftlich und wettbewerbsrechtlich negative Folgen durch die Nennung der Zeitung im Verfassungsschutzbericht seien sogar beabsichtigt.

Unsere Antwort darauf kann nur sein, dass sie mit diesem grundgesetzwidrigen Eingriff in die Presse- und Meinungsfreiheit genau das Gegenteil erreichen! Deshalb fordern wir alle Freunde, Leserinnen und Leser, Unterstützer, Autoren und Genossenschaftsmitglieder auf: Tun wir alles, um den »Nährboden« der jungen Welt zu stärken – jetzt erst recht!

Ähnliche:

  • Oma Eberhofer (Enzi Fuchs) hat für Papa Eberhofer (Eisi Gulp, Mi...
    22.12.2020

    Vorschlag

    Damit Ihnen das Hören und Sehen nicht vergeht
  • Verdi fordert den Humanistischen Verband auf, nicht den »kirchli...
    15.09.2020

    Weltlicher Konflikt

    Humanistischer Verband Berlin-Brandenburg möchte »differenzierte Entgeltstruktur« mit Betriebsrat vereinbaren. Beschäftigte protestieren

Regio:

Mehr aus: Feuilleton