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Aus: Ausgabe vom 24.02.2021, Seite 8 / Ansichten

Coronaexperte des Tages: Hans-Dieter Flick

Von Dusan Deak
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Bayern-Trainer Hansi Flick beim Sieg über Hertha in Berlin (5.2.2021)

Nur Hans-Dieter »Hansi« Flick kennt die ganze Wahrheit. Der Trainer des sogenannten Fußballvereins Bayern München ist in Wirklichkeit der kompetenteste Coronaexperte der Republik und ermittelt seit Jahren als verdeckter Ermittler undercover für die Leopoldina. Erstaunlich, mit welcher Souveränität er Hochstapler wie den sogenannten Medizinprofessor Karl Lauterbach (SPD) entlarvt. Er hat zudem lückenlos bewiesen, dass Fußball keine Kontaktsportart ist und Fußballspieler im Gegensatz zu Frisören deswegen ihren Beruf bedenkenlos ausüben dürfen.

Trotzdem kam es beim Rekordmeister seltsamerweise zu einer Reihe Coronainfektionen. Deshalb greift Flick nun durch. Neben dem Platz sind jetzt Masketragen (außer für Vorstandsvorsitzende), Abstandhalten (außer für die Vereinsführung) und Händewaschen (außer für Torhüter) obligatorisch. Selbst nicht allzu dringende Sponsorentermine bei drittrangigen Geldgebern werden fürs erste verschoben. Champions-League-Gastspiele in europäischen Risikogebieten werden dagegen gewohnt zuverlässig erledigt.

Doch auch auf dem Rasen gelten nun allerstrengste Hygieneregeln. So sind nur noch sogenannte Neymar-Fouls zugelassen – also Fouls, die ohne direkten körperlichen Kontakt in mindestens drei Metern Entfernung passieren, bei denen sich der Fußballspielerdarsteller schreiend und mit schmerzverzerrten Gesicht mehrere Minuten lang auf einer Strecke von 15 Metern über den Rasen rollt. In wochenlangen Proben sorgfältig einstudiert und anmutig choreographiert, werden die Kunststücke anschließend von sogenannten Videoschiedsrichtern in einem geheimen Folterverlies in Köln bewertet, geprüft und anschließend für die Öffentlichkeit freigegeben.

Das alles ist Hansi Flicks Verdienst, und dafür gebührt ihm Respekt. Er hat mindestens das eiserne Bundesverdienstkreuz verdient, oder einen Oscar.

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