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Max-Planck-Studie: Grundrente ungerecht

München. Die zu Jahresbeginn von der großen Koalition eingeführte Grundrente leidet nach einer Expertenanalyse an gravierender sozialer Schieflage: Viele Arme gehen demnach leer aus, doch es profitieren viele vermögende Ruheständler. Demnach haben vor allem viele arme Rentnerinnen keinen Anspruch auf die Grundrente, weil ihnen Beitragsjahre fehlen, wie es in der am Dienstag veröffentlichten Studie des Max-Planck-Instituts für Sozialrecht und Sozialpolitik (MPISOC) in München heißt. Auf der anderen Seite haben demnach viele wohlhabende Menschen Anspruch, deren Vermögen nicht angerechnet wird – beispielsweise das eigene Heim oder eine Lebensversicherung. Demnach hat knapp ein Viertel der als arm eingestuften Rentnerinnen und Rentner keinen Anspruch auf die Grundrente. Während ein gutes Fünftel der Berechtigten zur reicheren Hälfte der deutschen Rentnerschaft gehört. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 10.02.2021, Seite 1, Inland

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