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25.01.2021, 10:47:47 / Ausland
RLK 2021

Linke darf hybride Kriege nicht ignorieren

Vijay Prashad (Indien), Herausgeber Tricontinental
Von Vijay Prashad
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Vijay Prashad, Direktor des Tricontinental Instituts mit Sitz in Neu-Delhi, widmete sich in seinem Vortrag auf der XXVI. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz am Sonnabend in Berlin dem »hybriden Krieg«, den die USA gegenwärtig China aufzwingen. Das Ziel der US-Vorherrschaft über den Globus sei nach dem Zweiten Weltkrieg von den außenpolitischen Strategen in Washington formuliert worden. An diesem Ziel habe sich nichts geändert. Auch wenn die USA derzeit in einem Niedergang begriffen seien, blieben sie mächtig.

China hat in den vergangenen Jahren insbesondere im Bereich der Technologie unglaubliche Fortschritte gemacht und ist zu einer ernsthaften Bedrohung für den europäischen und den US-Imperialismus geworden. Prashad erinnerte daran, dass auch das Versagen der USA und Europas im Umgang mit der Pandemie Chinas Aufstieg befördert habe. Mit dem vor kurzem geschlossenen ASEAN Abkommen sei klar geworden, dass sich die asiatischen Staaten an der Seite Chinas positionieren. Offen bleibe allerdings die Lage in Lateinamerika und in Europa. Die globale Linke, so Prashads Appell, dürfen diesen hybriden Krieg nicht ignorieren.

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