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25.01.2021, 10:20:34 / Ausland
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Irrationalismus

Stefano G. Azzarà (Italien), Assoziierter Professor an der Universität Urbino – Mitschnitt von der Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz
Von Stefano G. Azzarà
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Plötzlich ist die ganze hektische Normalität der kapitalistischen Ordnung erschüttert. Die Staaten des Westens haben die Pandemie ganz offensichtlich nicht im Griff. Doch die führenden Ideologen des Westens sind selbstredend außerstande, die »freie Welt« kritisch unter die Lupe zu nehmen. Was stimmt nicht mit ihrem Liberalismus, mit ihren weltweiten Menschenrechtsinterventionen, mit ihrem Universalismus?

Per Livestream aus Italien war während der XXVI. Internationalen Rosa-Luxemburg-Konferenz am 9. Januar 2021 Stefano Azzarà zugeschaltet. Er ist Professor für Geschichte der Philosophie an der Universität Urbino und Autor mehrerer Bücher auch zur deutschen Ideengeschichte des 20. Jahrhunderts, entwickelt auf Grundlage seines jüngst erschienenen Buchs »Il virus dell’Occidente. Universalismo astratto e sovranismo particolaristico di fronte allo stato d’eccezione« die These, dass der Universalismus des Westens falsch und verkürzt sei, da dieser Universalismus das westliche Interesse als das Interesse der ganzen Welt ausgibt. Das schließe die Fähigkeit aus, Unterschiede und Besonderheiten zu erkennen. Etwa wie in China. Dieses Land, gesellschaftlich anders organisiert, ist offensichtlich in der Lage, dem Virus Herr zu werden. Für etliche liberale Ideologen eine Horrorvorstellung.

Wer fürchtet sich eigentlich vor wem?

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