27.01.2021
Literatur
Von Friedhof zu Friedhof
Literarische Leichenfledderei: In seinem Roman »In zwangloser Gesellschaft« trägt Leonhard Hieronymi die eigene »Ultraromantik« zu Grabe
Von Marc Püschel
Auf seinen Debütroman, so hieß es in der Branche, haben viele gewartet, seitdem Leonhard Hieronymi 2017 sein Manifest »Ultraromantik« veröffentlicht hatte. Darin hatte der Nachwuchsschriftsteller allerlei esoterische Weisheiten zum besten gegeben: »Die Romantik und das Romantische bestehen aus Wahrheit, wenn es um das Gefühl und die Natur geht. Ein Wald ist nicht nur ein Wald, er ist immer auch das Konglomerat eines ganzen millionenjährigen Seelenlebens.« Die Leiden...
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