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Aus: Ausgabe vom 14.01.2021, Seite 1 / Inland
Impfstoff

Mehr als 700.000 Menschen geimpft

Zweifel an Qualität von Vakzinlieferungen. Klarheit über Liefermengen gefordert
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Impfzentrum im Berliner Velodrom (9.1.2021)

Rund zweieinhalb Wochen nach dem Start der Covid- 19-­Impfkampagne in der Bundesrepublik ist die Zahl der an das Robert-Koch-Institut (RKI) gemeldeten Immunisierungen auf über 700.000 gestiegen. Die Gesamtzahl von 758.09  Impfungen ergibt sich aus bisherigen Meldungen der Bundesländer, wie aus einer RKI-Statistik vom Mittwoch hervorgeht. Der Zuwachs im Vergleich zum Vortag beträgt mehr als 70.000. Die Impfhäufigkeit variiert dabei von Land zu Land. Die meisten Impfungen pro 1.000 Einwohner wurden laut der Statistik bisher für Mecklenburg-Vorpommern erfasst (18,1), die wenigsten für Thüringen (6,1).

Das Bundesgesundheitsministerium hat unterdessen Zweifel an der Kühlung von Coronaimpfstoffen des Herstellers Moderna zurückgewiesen. »Die Qualität der Impfstoffe wurde durch den Transport nicht beeinträchtigt«, sagte ein Sprecher auf Anfrage am Mittwoch in Berlin. Die zuständige Berliner Senatsverwaltung hatte zuvor mitgeteilt, die ersten Moderna-Dosen zunächst zurückzuhalten. Es gebe Zweifel, ob der Transport und die Kühlung sachgemäß erfolgt seien. Transporteur und Hersteller seien aufgefordert worden, für Aufklärung zu sorgen. Am Dienstag waren 2.400 Dosen eingetroffen. Auch Brandenburg meldete Probleme.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hat von der Bundesregierung am Mittwoch klare Aussagen zu den Impfstofflieferungen gefordert. »Es wäre für uns alle eine Katastrophe, die vulnerablen Gruppen einzuladen, sie bekommen einen Termin, sie stehen vor dem Impfzentrum, aber der Impfstoff ist nicht da«, sagte der Vorsitzende der Ministerpräsidentenkonferenz. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) habe große Hoffnungen gemacht und angekündigt, dass es voraussichtlich bis Sommer für alle ein Impfangebot geben werde. Da jeweils zwei Impfdosen nötig seien, bedeute das für Berlin, dass jeden Tag rund 28.000 Menschen geimpft werden müssten, rechnete Müller vor. »Aber diese 28.000 sind jetzt unsere Wochenlieferung und nicht die Tageslieferung«, sagte er. (dpa/jW)

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