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Herz und Niere

Von Rafik Will
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Eine neue Niere ist wie ein neues Leben

Mit dem harten Shutdown bleiben vorerst auch die meisten Schulen geschlossen. Der öffentlich-rechtliche Rundfunk reagiert darauf mit gebündelten Lernangeboten im Internet. Die ARD zum Beispiel in ihrer Mediathek. In der Rubrik »Bildung und Forschung« fängt man dort freilich ganz weit vorn an – die meistgehörte Episode beschäftigt sich mit dem aufrechten Gang. Auch das DRadio stellt mit »Genau – Wissen für zu Hause« ein Angebot bereit, in der Rubrik »Geschichte« gibt es einen Beitrag zum Untergang des Römischen Reichs, außerdem einen zum Untergang der DDR. Geschichte, mal ahistorisch betrachtet. Wie durchdacht die pädagogischen Konzepte dahinter sind, wird man sehen.

Weitere Chancen auf Bildung für klein und groß hat der »Maulwurf der Vernunft: Besprechung von Bini Adamczaks ›Gestern morgen‹« (Di., 9 Uhr, FSK). Um eine Persiflage auf das sogenannte Formatradio handelt es sich bei Noah Sows »Radio Meta« (Eigenproduktion 2015; Teil 2/2 Di., 19 Uhr, WDR 3), beide Teile stehen auch im »Hörspielspeicher« des WDR. In »rotten system! rotten world? [exit!-Lesekreis HH]« (Mi., 8 Uhr, FSK) gibt es einen Vortrag von Ros­witha Scholz zum Thema »Frauenkampf = Klassenkampf …« zu hören, »Achsensprung – Das Filmmagazin« (Do., 14 Uhr, FSK) widmet sich am Tag darauf dem Genre Horror.

In die Science-Fiction führt Benjamin Maacks »Ikaria 6« (NDR 2017; Teil 1/2 Do., 22 Uhr, DLF Kultur). Die Perspektive des Wahnsinns vermittelt Georg Heyms »Der Irre« (SWR 2012; Do., 22 Uhr, SWR 2). Ärzte gelten normalerweise als vertrauenswürdig – nicht so in Friedrich Dürrenmatts »Der Verdacht« (DRS/SFB/ORB 1999; Teil 2/5 Fr., 19 Uhr, RBB Kultur). Eine Ursendung steht an mit Jakob Noltes »Die Glücklichen und die Traurigen« (BR 2020; Fr., 21 Uhr, Bayern 2). Hier wird eine niedersächsische Stadt samt Einwohnerschaft verhökert.

Die Klimakrise drängt und bedrängt. Immer öfter schlagen die Wetterextreme zu. Susanna Niedermayr hat für »Klimaperspektive – Entwurf einer fiktiven Hafenstadt im Jahr 2047« (Sa., 9 Uhr, ORF Ö 1) eine Künstlerutopie als Gegenentwurf zur Gegenwart besucht. Erscheinungen von Albert Einstein und Spekulationen über die Entwicklung künstlicher Intelligenz präsentiert »Einsteins Zunge« (Liquid Penguin Ensemble für SR/MDR 2020; Sa., 14 Uhr, ORF Ö 1) von Christoph Buggert. Und selbstverständlich gibt es auch diese Woche wieder »Corax-Antifainfo« (Sa., 19 Uhr, FSK).

Autos sind gefährliche Mordmaschinen. Bagger aber auch, wie Thilo Gosejohanns »Baggergeddon« (WDR 2020; Sa., 20 Uhr, SRF 2 Kultur) beweist. Martin Hubert setzt sich in  »Herz und Niere – Warum gibt es zu wenige Organspenden?« (WDR 2021; So., 13 Uhr, WDR 5) für die Organspende ein. Keinesfalls verpassen sollte man Alexander Kluges  »Das neue Alphabet« (BR 2019; Teil 1/2 So., 15 Uhr und Wdh. Mo., 20 Uhr. Bayern 2). Bleiben die Ursendungen, etwa Joël Lászlós Hörspiel  »Am Rande des Untergangs vergnügt sich das Kapital« (DLF Kultur 2020; So., 18.30 Uhr, DLF Kultur) und Mario Willms’ Mockumentary »Überall ist Krach« (WDR 2020; So., 19 Uhr, WDR 3). Danach heißt es Anschnallen für »Voyager 3 – Eine Reise durch den radiophonen Raum« (SWR 2019; So., 20 Uhr, DLF) von Frank Kaspar und Jochen Meißner. Sicher gelandet wird auf Hans Magnus Enzensbergers Joyce-Bearbeitung »Nacht über Dublin – Ein irisches Pandämonium« (HR 1960; So., 22 Uhr, HR 2 Kultur).

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