Dein Onlineabo Kuba & Sozialismus
Gegründet 1947 Freitag, 26. Februar 2021, Nr. 48
Die junge Welt wird von 2466 GenossInnen herausgegeben
Dein Onlineabo Kuba & Sozialismus Dein Onlineabo Kuba & Sozialismus
Dein Onlineabo Kuba & Sozialismus
Aus: Ausgabe vom 06.01.2021, Seite 8 / Ansichten

Verschnaufpause des Tages: Slack-Ausfall

Von Marc Bebenroth
8_portrait.jpg
Eine App, sie alle zu knechten: »Slack« konkurriert vor allem mit Microsofts »Teams«-Anwendung um das Geschäft mit der sogenannten mobilen Arbeit

Unzählige Unternehmen haben im Zuge der Coronapandemie weltweit ihre Büroangestellten nach Hause geschickt. Damit schlug auch die Stunde diverser Firmen, deren Geschäftsmodell das virtuelle Großraumbüro ist. Schließlich wollen Manager auch in der Pandemie ihre Lohnarbeiter möglichst effektiv ausnutzen, vom Nachdenken abhalten und überwachen können. Eines der darauf spezialisierten US-Unternehmen heißt Slack.

Dessen gleichnamige Software kommt als aufgeplustertes Chat-System daher, das nicht weniger als die vollständige Integration der gesamten Bürokommunikation zum Ziel hat. Die gesamte Arbeit soll in dieser Softwareumgebung geplant, besprochen und dokumentiert werden. Ein permanenter Strom neuer Nachrichten, Anfragen und vom Chef persönlich erstellter neuer Aufgaben lässt die Beschäftigten auch noch in jeder beliebigen Entfernung vom Firmensitz nicht zur Ruhe kommen. Die können nur auf eine technische Panne hoffen.

Eine solche sorgte, wie dpa am Dienstag berichtete, am Montag weltweit für die von vielen ersehnte Sende- und Empfangspause. Die hielt immerhin für rund vier Stunden an. In dieser Zeit war das Panoptikum blind. Möglich ist ein solcher gleichzeitiger Totalausfall in den USA, in Europa, Japan, Brasilien und anderswo nur, weil alles über zentrale Server läuft.

Die Kunden liefern ihre Unternehmenskommunikation – inklusive privater Nachrichten der User – an Slack aus. Und durch die aktiv beworbene Integration anderer Büro­anwendungen verfügt Slack zumindest theoretisch auch über Wissen zu den dort genutzten Dokumenten. Dieser Datenreichtum dürfte es wohl gewesen sein, der den Cloud-Anbieter Salesforce schließlich dazu bewog, im Dezember umgerechnet rund 22,6 Milliarden Euro für die Übernahme von Slack auf den Tisch zu legen.

Dein Onlineabo für Kuba & Sozialismus!

Das sozialistische Kuba mit all seinen Errungenschaften und historischen Erfahrungen verdient gerade in diesen Zeiten unsere Solidarität gegen Angriffe von Feinden und falschen Freunden. Mit einem Onlineabo der Tageszeitung  junge Welt unterstützen Sie auch unsere solidarische Berichterstattung mit der roten Insel! Denn als konsequent linke Tageszeitung trägt sie sich allein durch die Abonnements ihrer Leserinnen und Leser.

Also: Jedes Abo zählt. Jetzt das jW-Onlineabo bestellen!

Mehr aus: Ansichten

Dein Onlineabo für Kuba & Sozialismus! Jetzt bestellen