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Aus: Ausgabe vom 02.01.2021, Seite 15 / Geschichte

Anno … 1. Woche

1921, 7. Januar: Die Vereinigte Kommunistische Partei Deutschlands (VKPD) veröffentlicht einen »offenen Brief«, der sich an »alle sozialistischen Parteien und Gewerkschaftsorganisationen« richtet, also an den Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbund, AFA, die rätekommunistische Allgemeine Arbeiterunion (AAU), die anarchosyndikalistische Freie Arbeiterunion Deutschlands (FAUD), die reformistischen Parteien SPD und USPD sowie die Kommunistische Arbeiterpartei Deutschlands (KAPD). In dem Papier werden konkrete Vorschläge zu gemeinsamem Handeln gemacht, etwa zur Einleitung von einheitlichen Lohnkämpfen und zur Bereitstellung von Lebensmitteln und Bedarfsgegenständen. Der Appell wird zwar in der Arbeiterklasse zustimmend aufgenommen, stößt aber bei den rechten Führern von Gewerkschaften und Sozialdemokratie auf Ablehnung.

1961, 3. Januar: Vertreter Algeriens, Ägyptens, Ghanas, Guineas, Malis und – kurzzeitig – Marokkos beschließen in Casablanca eine »Afrikanische Charta«. Die Führer dieser überwiegend gerade erst unabhängig gewordenen oder noch um ihre Unabhängigkeit kämpfenden Länder treten für ein vereintes Afrika (»Africa must unite!«) und eine konsequente Entkolonialisierung ein. Die Mitglieder der Casablanca-Gruppe einigen sich später auch auf die Bildung eines Gemeinsamen Afrikanischen Marktes. Als konservatives Gegenstück dieser Allianz trat die ebenfalls 1961 gegründete prowestliche Monrovia-Gruppe auf.

1966, 4.–10. Januar: Indien und Pakistan verhandeln in Taschkent über die Beilegung ihres Konflikts um die Region Kaschmir. Nach Scharmützeln von April bis Juli 1965 steigerten sich die militärischen Kämpfe zu einem Krieg, der im September endete. In der Erklärung verpflichten sich beide Seiten auf Zurücknahme ihrer Truppen auf die Stellungen, die sie vor dem Konflikt innehatten. Weiterhin soll keine der beiden Parteien sich in die innen- und außenpolitischen sowie ökonomischen Angelegenheiten der anderen einmischen.

1991, 4.–6. Januar: Die Bundesrepublik beteiligt sich am Aufmarsch des von den USA vorbereiteten Kriegs gegen Irak. 18 Bundeswehr-»Alpha-Jets« werden mit 212 Soldaten zum Schutz der Südflanke des Kriegspaktes in die Türkei verlegt. Eine stärkere Beteiligung ist innenpolitisch nicht vertretbar, zumal auch der Zwei-plus-vier-Vertrag mit der UdSSR noch nicht unterschrieben ist. Am 16. Januar marschieren US-Truppen in den Irak ein.

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