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Halle-Prozess: Vorwurf gegen Eltern des Täters

Magdeburg. Im Prozess um den rechtsterroristischen Anschlag auf die Synagoge in Halle hat eine Vertreterin der Nebenklage am Mittwoch die Familie des Angeklagten Stephan Balliet für die Taten mitverantwortlich gemacht. Sie vertritt zwei Überlebende. Eltern und Schwester hatten vor Gericht die Aussage verweigert, laut Balliet aber nichts von den Plänen gewusst. Am 9. Oktober 2019 hatte er versucht, 51 Menschen zu töten, die in der Synagoge den höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur feierten. Er scheiterte an der massiven Tür, erschoss daraufhin eine Passantin, später einen jungen Mann in einem Döner-Imbiss und verletzte weitere Menschen. Das Urteil wird voraussichtlich am 21. Dezember verkündet. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 03.12.2020, Seite 4, Inland

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