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Aus: Ausgabe vom 30.11.2020, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Falsche Hoffnung

Umweltsünder E-Auto? | So., 2.30 Uhr, Arte
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Abbau von Graphit in China

Man könnte den Eindruck haben, in Sachen Umwelt sei alles geregelt. Viele Länder der Welt haben sich auf Klimaziele geeinigt, und jetzt, wo Donald Trump seinen Sessel im Weißen Haus endlich räumen muss, werden sie wohl tatkräftig in Angriff genommen. Doch das ist Augenwischerei. Man kann es nicht laut genug sagen: Die »Energiewende«, die gerade stattfindet, ist nicht der Weg aus der Katastrophe, sondern lediglich eine neue Runde in der Ausbeutung von Mensch und Natur. Das führt die Dokumentation eindrucksvoll vor. Denn es ist keineswegs so, dass man lediglich von fossilen auf sogenannte nachhaltige Energieträger umstellen muss: Auch für Batterien, Windräder, Solarpanels wird in großem Stil Umwelt zerstört. Es käme darauf an, den Konsum drastisch zu senken, vor allem in den reichen Ländern. Leider hat der Film einen leicht irreführenden Titel, da es nicht nur um E-Autos geht, und auch einen antichinesischen Unterton. Aber er ist eine notwendige Lehrstunde. (jt)

https://kurzelinks.de/sz24

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Debatte

  • Beitrag von Jörg E. aus S. (30. November 2020 um 14:35 Uhr)
    Ich gebe zu, dass mich der Arte-Film »Umweltsünder E-Auto?« zunächst betroffen gemacht hat. Allerdings haben das China-Bashing und die Darstellung des Verzichts als alleinigen Ausweg aus der Klimakrise mir nicht behagt. Dann bin ich auf einen Blog-Beitrag von Jan Hegenberg gestoßen, welcher die Doku sehr detailliert unter die Lupe nimmt und harsch kritisiert. Arte hat auf den Blog-Beitrag reagiert und die Kritik bereits an die zuständige Redaktion mit der Bitte um ein Statement weitergeleitet sowie versprochen, sich wieder zu melden. Sowohl die Arte-Doku als auch die Kritik dazu sind es wert, gesehen bzw. gelesen zu werden.

    Link zur Filmkritik: https://graslutscher.de/arte-filmemacher-wollen-die-klimakrise-jetzt-durch-verzicht-auf-windkraft-und-e-autos-loesen/

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