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Aus: Ausgabe vom 30.11.2020, Seite 8 / Abgeschrieben

»Überdenken der Rolle des Kapitals«

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Ehrung für Friedrich Engels in Beijing (28.11.2020)

In einem Beitrag der chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua zum 200. Geburtstag von Friedrich Engels heißt es:

(…) Zweihundert Jahre nach Engels’ Geburt erlebt die Welt erneut beispiellose Veränderungen: Die schwerste Pandemie seit einem Jahrhundert, die schlimmste Weltwirtschaftskrise seit der Großen Depression der 1930er Jahre und die immer wieder auftretenden sozialen Konflikte seit der Finanzkrise haben zu einem Überdenken der Rolle des Kapitals und zu einem völligen Umdenken in der Art zu regieren geführt.

Es ist offensichtlich, dass der globale Einfluss des gesellschaftlichen Beitrags von Marx und Engels nicht auf ihr eigenes Zeitalter beschränkt ist. Vielmehr könnten ihre Einsichten viel Licht auf den künftigen Weg werfen, den die Welt in einer Zeit tiefer Unsicherheit einschlagen muss. (…)

Man wird sich fragen, warum noch heute sowohl in Deutschland, wo der Marxismus nicht als gängige Lehrmeinung gilt, als auch in Manchester, wo die Statue, die aus einem Dorf in der Ostukraine quer durch Europa nach Großbritannien gebracht wurde und zu seinen Ehren aufgestellt wurde, an Engels erinnert wird. Dr. Lars Bluma, Wissenschaftler am Historischen Zentrum Wuppertal, sagte Xinhua, dass dies darauf zurückzuführen sei, dass ein Teil von Engels’ Denken, obwohl es in seiner eigenen Zeit verwurzelt ist, »jenseits seiner Zeit liegt und auch heute noch bedeutungsvoll und inspirierend ist«. (…)

Jules El-Khatib, stellvertretender Landessprecher von Die Linke in NRW, erklärte am Sonnabend zur Forderung des Bundesinnenministers Horst Seehofer, Abschiebungen nach Syrien zu starten:

Die Idee, den Abschiebestopp nach Syrien nicht zu verlängern, ist Wahnsinn. Seehofer hat erklärt, er würde nur Straftäter oder Gefährder dorthin abschieben, aus guten Gründen gilt aber in Deutschland, dass man niemand in ein Bürgerkriegsland abschiebt. Dieser Idee muss sich sowohl die SPD auf Bundesebene widersetzen als auch die Landesregierungen, denn wer nach Syrien abschiebt, der schiebt in den Tod ab. Die einzige Abschiebung, die gerechtfertigt ist, wäre die von Seehofer in den Ruhestand.

Die Initiative »Sonst besetzen wir!« ruft zu einer Demonstration am 5. Dezember in Hannover auf:

Wir hatten den Verantwortlichen der Stadt Hannover eine Frist bis Ende November gestellt, würdige Einzelunterbringungen für alle Wohnungslosen in Hannover zur Verfügung zu stellen. Obwohl unsere Initiative einigen Druck und Aktionismus in der Stadtverwaltung ausgelöst hat, bleibt uns für ihr Handeln nur ein Wort: ungenügend! Es ist für alle offensichtlich, dass die angebotenen Tagestreffs und Unterkünfte nicht im geringsten den Anforderungen an eine würdige und pandemiegerechte Unterbringung genügen. Statt dessen verhöhnt Oberbürgermeister Onay alle Wohnungslosen, wenn er sagt, niemand müsse in Hannover auf der Straße schlafen. (…)

Wir werden ab dem 5. Dezember Häuser und Wohnungen in Hannover besetzen. Am 5.12. wird es außerdem eine Demonstration unter dem Motto »Jetzt besetzen wir!« geben. Hierzu sind erneut 3.000 Plakate im gesamten Stadtgebiet verklebt worden. Wir rufen alle Hannoveraner*innen auf, sich solidarisch zu zeigen und an der Demonstration teilzunehmen. Die Demonstration startet um 13 Uhr am Opernplatz.

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