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AfD: Geheimdienst wirbt V-Leute

Frankfurt am Main. Der Verfassungsschutz hat einem Bericht zufolge damit begonnen, Informanten in der AfD und ihrer Jugendorganisation anzuwerben. Das berichtete die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung. Der Präsident des Brandenburger Verfassungsschutzes, Jörg Müller, sagte der Zeitung, dass in seinem Bundesland V-Leute in der AfD aktiv seien. Über die »Zugangslage« könne er sich »aktuell nicht beklagen«. Der Leiter der Arbeitsgruppe Verfassungsschutz in der AfD, Roland Hartwig, sagte der Zeitung, ihm seien weniger als fünf Fälle bekannt, in denen Mitglieder der Parteijugend es abgelehnt hätten, als V-Leute für den Geheimdienst aktiv zu sein. Der Inlandsgeheimdienst bereitet derzeit eine bundeseinheitliche Einstufung der AfD vor. Momentan wird die Partei in manchen Ländern als »Prüffall«, in anderen als »Verdachtsfall« geführt. Für die Parteijugend und den offiziell aufgelösten »Flügel« gibt es ebenfalls verschiedene Einstufungen. Im Dezember wollen die Behörden dem Bericht zufolge zu einer einheitlichen Einschätzung gelangen und diese Anfang 2021 bekanntgeben. (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 30.11.2020, Seite 4, Inland

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