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Aus: Ausgabe vom 28.11.2020, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Wettbewerb der Sensationen

Aus Kultur und Sozialwissenschaften | Do., 20 Uhr, DLF
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Es reicht nicht, etwas einfach nur zu wiederholen, um Gehör zu finden, es muss auch sonst Aufmerksamkeit erzielen (Anti-Corona-Demonstration in Berlin, 29.8.2020)

Die jüngste Ausgabe des Deutschlandfunk-Journals »Aus Kultur und Sozialwissenschaften« begann mit einem Gedankenexperiment. Das ging in etwa so: Es wurde behauptet, es gebe ein neues Computerspiel. Als Spieler melde man sich zum Beispiel bei einem sozialen Netzwerk an oder eröffne eine eigene Internetseite. Aufgabe sei es dann, maximale Aufmerksamkeit zu erreichen. Erster Versuch: »Die Regierung besteht aus lauter Versagern und gehört sofort abgesetzt« – das sei leider zu abgedroschen und bringe nur wenig Zuspruch. Auf ein neues: »Die Weltgesundheitsorganisation ist komplett unterwandert und verantwortlich für den Tod Hunderttausender Menschen.« Das komme schon besser an. – Funktioniert er so, der »Populismus« der »neuen Rechten«, schließlich auch der »Querdenker«? Nach der Logik des Jahrmarkts mit seinem Wettbewerb der Sensationen? Man kann es selbst ausprobieren, schließlich braucht man dafür kein neues Spiel, sondern es ist seit langem Realität. (jt)

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