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Aus: Ausgabe vom 28.11.2020, Seite 1 / Titel
Zum Geburtstag

Friedrich Engels 200

Unterzeile
Friedrich-Engels-Statue in Manchester, Großbritannien, eingeweiht am 16. Juli 2017
Marx-Engels-Denkmal im Fuxing-Park in Shanghai, Volksrepublik China
Marx-Engels-Forum an der Spandauer Straße in Berlin, vormals Hauptstadt der DDR
Statue von Friedrich Engels in der Nähe seine Geburtshauses in Barmen, heute Teil von Wuppertal

Zum 200. Geburtstag von Friedrich Engels (geboren am 28. November 1820 in Barmen, gestorben am 5. August 1895 in London):

»Erst die große Industrie entwickelt einerseits die Konflikte, die eine Umwälzung der Produktionsweise, eine Beseitigung ihres kapitalistischen Charakters, zur zwingenden Notwendigkeit erheben (…); und sie entwickelt andrerseits in eben diesen riesigen Produktivkräften auch die Mittel, diese Konflikte zu lösen.«

Aus: »Die Entwicklung des Sozialismus von der Utopie zur Wissenschaft« (1880 – Marx/Engels Werke, Band 19, S. 193)

junge Welt würdigt Friedrich Engels in ihrer Wochenendausgabe mit folgenden Texten:

Der Vordenker

Von den Gegnern einer anderen gesellschaftlichen Ordnung als grober Vereinfacher geschmäht oder am liebsten musealisiert, war er seiner Zeit weit voraus und hat uns auch heute noch viel zu sagen. Themaseite, Teil 1. Von Frank Deppe

Auf den Spuren von Engels

Stationen im Leben des revolutionären Philosophen. Von Barmen über Manchester nach London. Reportage von Michael Driever

»Die Wahrheit darstellen«

Lea Grundigs Bildzyklus zum Kommunistischen Manifest von Karl Marx und Friedrich Engels erscheint 52 Jahre nach dem ursprünglichen Publikationsvorhaben. Schwerpunktseite von Andreas Wessel.

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Debatte

  • Beitrag von Torsten Andreas S. aus B. (28. November 2020 um 10:01 Uhr)
    Wir denken heute anders als: »Erst die große Industrie entwickelt einerseits die Konflikte, die eine Umwälzung der Produktionsweise, eine Beseitigung ihres kapitalistischen Charakters, zur zwingenden Notwendigkeit erheben (…); und sie entwickelt andrerseits in eben diesen riesigen Produktivkräften auch die Mittel, diese Konflikte zu lösen.«

    Falsch ist: Eine Industrie entwickelt weder den Beginn des Konfliktes, noch ein sinnvolles Ende. Das ging mir bei ENGELS immer auf die Nerven: Die Überzeichnung der industriellen Entwicklung, die eben nicht nur zur Verarmung, sondern auch zur Verelendung und zum Verlust aller Arten von Solidarität und Zusammenhang führt. Seit vierzig Jahren fehlt mir zum Beispiel in dieser Zeitung die Meinung derjenigen, die sich dazu sinnvoll äußern sollten. Erich Hahn zum Beispiel könnte zwei, drei Sätze schicken...

    Der sinnvolle Ansatz ist der Bezug auf die konkrete Lage. Im Untergang des moderaten Kapitalismus westlicher Art hat sich eine launige Umgangsweise des Alltags entwickelt, die sich zum Beispiel - schon nach wenigen Tagen - als exotisches oder eher erträgliches Beispiel zeigt. Oder so: Meine Lebensweise passt seit vielen Jahren nicht mehr zur Realität. Sie hat sich anders entwickelt und geht seit langem wieder in die Tiefe der Toleranzen, der die Toleranz erst nach langer Weile der Nachsuche auf die Spur gekommen kann: Wie konkret sind die Ansichten, die wir alltäglich erleben?

    Wenden wir das Geschehen in einem Punkt: Das richtige Handeln ist in unserer Zeit unsinnig und falsch, richtig und am Ende falsch. Wer sich an die Vorgaben hält, wird am Ende nicht mehr versorgt: Er oder sie findet keinen Platz mehr, um versorgt zu werden, denn es gibt keine Betten und keine Beatmungsgeräte mehr, weil wir zu spät kommen. Die Leute, die sich nicht mehr schützen, werden versorgt, nicht die Leute, die sich monatelang richtig verhalten haben.

    Verblüffend: Niemand hat Lust darauf, mal dazu zu schreiben. Die Lustlosigkeit ist erschreckend.