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Kulturpolitik

Drinnen und draußen

Die künftige Präsidentin des Goethe-Instituts, Carola Lentz, will die kulturpolitische Kompetenz von Deutschlands internationalem Aushängeschild verstärkt auch im Inland nutzen. Es gehe darum, »diesen vielfältigen Schatz an Expertise, Wissen, Netzwerken, der in der ganzen Welt entsteht, auch nach Deutschland zu bringen«, sagte Lentz der dpa in Berlin. Die 66 Jahre alte Ethnologin aus Mainz wird an diesem Freitag als Nachfolgerin von Klaus-Dieter Lehmann die ehrenamtliche Spitze des Goethe-Instituts übernehmen. Der 80 Jahre alte Lehmann war seit 2008 Präsident des Instituts.

»Das ›Innen‹ und ›Außen‹ in der Kulturpolitik läuft längst nicht mehr getrennt, sondern ist aufs Engste verschränkt, weil das Außen ja in Gestalt von Migrantinnen, von internationalen Wissenschaftlern und vielem mehr längst in unserer Gesellschaft präsent ist«, so Lentz. »Wir arbeiten aber in mancher Hinsicht noch mit der Fiktion einer Trennung zwischen inländischer und auswärtiger Kulturpolitik.« (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 12.11.2020, Seite 10, Feuilleton

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