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Berg-Karabach bangt um »Existenz«

Jerewan. Nach der Eroberung der strategisch wichtigen Stadt Schuscha durch Aserbaidschan wird in der Konfliktregion Berg-Karabach eine Niederlage in dem jahrzehntelangen Territorialstreit befürchtet. Die Stadt sei nicht mehr unter Kontrolle von Berg-Karabach, teilte der Sprecher des Präsidenten der international nicht anerkannten Republik Arzach, Wagram Pogossjan, am Montag mit. Bereits am Sonntag hatte der aserbaidschanische Präsident Ilcham Alijew in der Hauptstadt Baku die Eroberung der Stadt verkündet. Armenien und Berg-Karabach hatten das zu dem Zeitpunkt noch zurückgewiesen. Schuscha liegt nur elf Kilometer von der Hauptstadt Berg-Karabachs, Stepanakert, entfernt. Es wird damit gerechnet, dass sie Alijews nächstes Ziel ist. »Der Feind steht vor Stepanakert, nun ist schon unsere Existenz in Gefahr«, schrieb Pogossjan bei Facebook. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 10.11.2020, Seite 1, Ausland

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