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09.10.2020
Jugendbewegung

Im Zwielicht

Eberhard Koebel wollte sich mit der von ihm gegründeten »Deutschen Jungenschaft« von der Bündischen Jugend absetzen und neue Wege gehen. Dabei stand er mal den Faschisten, mal den Kommunisten nahe

Von Sabine Kebir
Nach dem großen Blutzoll, den der Erste Weltkrieg der Jugend abgefordert hatte, schossen »bündische« Jugendgruppen wie Pilze aus dem Boden. Sie »keilten« ihre zwischen zwölf und 18 Jahre alten, ausschließlich männlichen Mitglieder nach Sympathiegesichtspunkten und gingen nach Pfadfinderart mehrmals im Jahr »auf Fahrt«. Wer nicht Führer einer »Horde« wurde, schied mit 18 Jahren aus, war aber meist lebenslang »bündisch« geprägt. Für die Fahrten, die bis Südamerika geh...

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