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Roma: EU verschiebt Verbesserung der Situation

Brüssel. Die EU-Kommission hat die Verbesserung der Lebensverhältnisse von Roma um bis zu zehn Jahre verschoben. Mit Hilfe einer neuen Strategie sollen Ziele für Gleichstellung, Bildung, Beschäftigung, Gesundheit und Wohnen erst bis 2030 erreicht werden. »Ich will es offen sagen: Bisher haben wir nicht genug getan«, sagte Kommissionsvizepräsidentin Vera Jourova am Mittwoch in Brüssel. In der EU leben etwa sechs Millionen Roma, vor allem in Südosteuropa, aber fast überall unter katastrophalen sozialen und wirtschaftlichen Bedingungen. Obwohl die EU-Staaten Diskriminierung verboten haben, wird die Minderheit überall vielfach ausgegrenzt, der Zugang zu Bildung und Arbeit erschwert. Brüssel will den Anteil der Roma, die Diskriminierung und Rassismus erleben (offiziell 40 Prozent), um mindestens die Hälfte verringern. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 08.10.2020, Seite 1, Ausland

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