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AKW-Gegner stoppen Urantransport

Gronau. Atomkraftgegner in Nordrhein-Westfalen haben am Montag einen Zug mit angereichertem Uran aus Gronau gestoppt, der das radioaktive Material nach Russland liefern sollte. Zwei Aktivistinnen seilten sich in Münster mit Transparenten von einer Autobahnbrücke, die über die Gleise führt, ab. Nach dem Eintreffen der Polizei habe ein angeforderter Hubwagen die Blockade nicht auflösen können, sagte Matthias Eickhoff vom »Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen« gegenüber jW. Laut dpa verwies ein Sprecher der Aktivisten auf ein Gutachten im Auftrag der Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, wonach die Transporte aus der Urananreicherungsanlage Gronau womöglich rechtswidrig sind. Weil das Material auch für die Produktion uranhaltiger Munition verwendet werden könne, handele es sich um einen »Verstoß der Bundesregierung gegen die Russland-Sanktionen der EU«, erklärte die Vorsitzende des Umweltausschusses im Bundestag, Sylvia Kotting-Uhl (Grüne), in Berlin. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 06.10.2020, Seite 4, Inland

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