Zum Inhalt der Seite

Leipzig: Extrem rechter Polizeibeamter suspendiert

Foto: Hendrik Schmidt/dpa
Polizeipräsident Torsten Schultze

Leipzig. Gegen einen Leipziger Polizisten wird wegen extrem rechter und rassistischer Äußerungen in einem Chat ermittelt. Der Beamte sei am Freitag mit sofortiger Wirkung von den Dienstgeschäften ausgeschlossen worden, teilte die Polizei mit. Es bestehe ein »dringender Verdacht«. Die Polizeidirektion sei am Donnerstag vom Landeskriminalamt in Baden-Württemberg über den Chatverlauf informiert worden. Nähere Angaben zu dem Beamten machte die Polizei nicht.

Leipzigs Polizeipräsident Torsten Schultze erklärte, er sei »sehr enttäuscht«. Extrem rechtes Gedankengut in den Reihen der Ordnungshüter dürfe »nicht kleingeredet werden«. Der Polizeivollzugsbeamte müsse mit strafrechtlichen und disziplinarischen Konsequenzen rechnen. Die »Soko Rex« des Landeskriminalamtes habe die Ermittlungen übernommen. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen am 26.09.2020, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!