Zum Inhalt der Seite

Baku und Jerewan verhängen Kriegszustand

Baku. Die Südkaukasusrepublik Aserbaidschan wird nach der Eskalation in der Unruheregion Berg-Karabach den Kriegszustand in einigen Landesteilen verhängen. Das Parlament in der Hauptstadt Baku habe bei einer Sondersitzung bereits zugestimmt, meldete die aserbaidschanische Staatsagentur Azertac am Sonntag. Zuvor hatte Staatschef Ilham Aliev den Beginn einer Militäroperation in dem von Armenien kontrollierten Konfliktgebiet erklärt. Die beiden verfeindeten Nachbarn liefern sich seit Sonntag morgen schwere Gefechte um die Region Berg-Karabach. Die Behörden der international nicht anerkannten Republik dort meldeten 16 Tote und mehr als hundert Verletzte. Unter den Opfern sind auch Zivilisten. Der armenische Regierungschef Nikol Paschinjan warf Aserbaidschan vor, die Lage provoziert zu haben und verhängte ebenfalls den Kriegszustand für sein Land.

(dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 28.09.2020, Seite 1, Ausland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!