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Assange: Auslieferung erhöht Suizidrisiko

London. Nach Aussagen eines Neuropsychologen ist der im Gefängnis sitzende Wikileaks-Gründer Julian Assange akut suizidgefährdet. Der Psychologe Michael Kopelman bezeugte am Dienstag vor dem Londoner Gericht Old Bailey, dass der 49jährige an klinischer Depression leide und das Selbstmordrisiko steigen würde, sollte eine Auslieferung unmittelbar bevorstehen. Kopelman hat Assange seit Mai 2019 etwa 20mal im Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh besucht. Vor dem Londoner Gericht läuft derzeit die Anhörung zum US-Antrag auf Auslieferung des gebürtigen Australiers. Die US-Justiz will an dem Journalisten wegen der Veröffentlichung von US-Kriegsverbrechen im Irak und in Afghanistan ein Exempel statuieren. Bei einer Verurteilung in allen Anklagepunkten drohen ihm bis zu 175 Jahre Haft. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 23.09.2020, Seite 1, Ausland

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