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Aus: Ausgabe vom 19.09.2020, Seite 8 (Beilage) / Wochenendbeilage

Fettuccine mit Obst und Gemüse

Von Maxi Wunder
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Maronen oder Edelkastanien sind glänzende, dunkelbraune Nüsse, die von einem stacheligen Fruchtbecher (Cupula) umgeben sind. Die Ausbreitung dieser auf durchschnittlich 25 Meter hohen Bäumen wachsenden »Plumpsfrüchte« erfolgt durch Eichhörnchen, Siebenschläfer, Krähen und Häher. Die Tiere verstecken Nahrungsvorräte im Boden, vergessene Früchte keimen dann im Frühjahr aus. Die aus Samen gekeimten Bäume tragen erstmals mit etwa 25 bis 35 Jahren Früchte.

Großflächige Pflanzungen findet man in weiten Teilen Frankreichs, hauptsächlich im Gebiet der Ardèche, in den Cevennen und im Périgord, im Süden Englands und Irlands sowie südlich der Donau von der ungarischen Tiefebene bis zum Schwarzen Meer. Vereinzelt begegnen einem auch Bestände nördlich der Alpen bis nach Deutschland und Südskandinavien.

Maronen waren vom Mittelalter bis gegen Ende des 19. Jahrhunderts in den Bergregionen Südeuropas das Hauptnahrungsmittel der Landbevölkerung, da sie anspruchsloser sind als beispielsweise Weizen. Sie haben einen hohen Gehalt an Stärke und Saccharose, also Kohlenhydraten, was sie von den meisten anderen Nüssen unterscheidet, die vorwiegend Fette enthalten. Roh sind Maronen ungenießbar, sie müssen geröstet oder gekocht werden. Dabei wandelt sich die enthaltene Stärke in Zucker um, der Geschmack wird sahnig-süß, die Konsistenz weich und mehlig.

Fettuccine mit Obst und Gemüse

Man benötigt: 60 g getrocknete Physalis, 200 g rote Zwiebeln, 1 rote Chilischote, 1 Butternusskürbis (ca. 700 g), 200 g Kräuterseitlinge, 2 El Zucker, 200 g geschälte, gekochte, vakuumierte Maronen, Salz und Pfeffer, 200 ml frisch gepressten Orangensaft, 2 El Olivenöl, 30 g Butter, 300 g Fettuccine, 12 Stiele Thymian.

Physalis in 100 ml warmem Wasser einweichen. Zwiebeln vierteln. Chili putzen und in feine Ringe schneiden. Kürbis längs halbieren, mit einem Löffel das weiche Innere und die Kerne herauskratzen. Kürbis schälen, längs in 2 cm breite Streifen schneiden. Streifen in 2 cm große Stücke schneiden. Kräuterseitlinge putzen und in 1 cm dicke Scheiben schneiden. Zucker in einem gusseisernen Topf bei mittlerer Hitze hellbraun karamelisieren. Maronen, Chili, Kürbis und Zwiebeln unterrühren, mit Salz und Pfeffer würzen. Mit Orangensaft und 100 ml Wasser ablöschen und zugedeckt bei mittlerer Hitze 10 Minuten garen. Physalis in einem Sieb abtropfen lassen und zu dem Kürbisgemüse geben. Etwas Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen, Kräuterseitlinge darin bei mittlerer Hitze 3 bis 4 Minuten braten, dabei erst wenden, wenn die Bratseite goldbraun ist, mit Salz und Pfeffer würzen. 10 g Butter zugeben und unterrühren. Nudeln in reichlich kochendem Salzwasser nach Packungsanweisung bissfest garen, in ein Sieb gießen und abtropfen lassen, dabei 150 ml Nudelwasser auffangen. Inzwischen Thymianblättchen abzupfen, fein hacken und zum Kürbisgemüse geben. Restliche Butter, Nudeln und Nudelwasser mit dem Kürbisgemüse verrühren und ca. 2 Minuten bei starker Hitze sämig einkochen lassen. Mit Pfeffer und evtl. einem Spritzer Zitronensaft abschmecken. Dazu passt ein Syrah Rosé.

Unverzichtbar!

»Besonders in der Schule lernt man wenig über die tatsächlichen historischen und aktuellen Zusammenhänge, umso wichtiger ist die junge Welt mit ihrem Beitrag zur Aufklärung.« – Saskia Bär, Studentin

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