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31.08.2020, 19:11:10 / Inland

Mitgliederzahlen: Grüne gewinnen hinzu, CDU und SPD schrumpfen

Grüner Wachstum: Die Zahl der Parteimitglieder hat zugenommen
Grünes Wachstum: Die Zahl der Parteimitglieder hat deutlich zugenommen

Berlin. Die Grünen haben ihre Mitgliederzahl im vergangenen Jahr einer Studie der Freien Universität Berlin zufolge um 28,2 Prozent auf 96.487 gesteigert. Im selben Zeitraum verloren die Sozialdemokraten 4,2 Prozent ihrer Mitglieder. Die SPD bleibt aber mit 419.340 Menschen die Partei mit den meisten Mitgliedern. Die CDU als zweitgrößte Partei verzeichnete ein Minus von 2,2 Prozent und kam damit Ende 2019 auf 405.816 Mitglieder. Viele kleinere Parteien konnten ihre Mitgliederzahlen dagegen steigern. Die AfD gewann 3,7 Prozent hinzu, die FDP 2,5 Prozent und die CSU 0,6 Prozent. Lediglich die Linkspartei musste Einbußen hinnehmen. Um 1,9 Prozent ging deren Mitgliederzahl zurück. Die AfD blieb mit 34.751 Mitgliedern trotz der Zugewinne Schlusslicht unter den Bundestagsparteien bei der Anzahl der Parteimitglieder.

Insgesamt sind laut Studie immer weniger Bundesbürger in einer im Bundestag vertretenen Partei organisiert. 1980 waren es knapp vier Prozent der Bevölkerung mit Beitrittsberechtigung, Ende 2019 1,7 Prozent. Einzig im Saarland haben Ende 2019 noch rund 4,3 Prozent der beitrittsberechtigten Bevölkerung ein Parteibuch der sechs Parteien besessen. Danach folgt Rheinland-Pfalz mit 2,4 Prozent. Das Schlusslicht bildeten Sachsen und Sachsen-Anhalt mit weniger als 0,9 Prozent, gefolgt von den anderen drei ostdeutschen Bundesländern.

Größter Verlierer in Sachen Mitgliederzahlen seit 1990 ist der Studie zufolge die Linke: Die Partei – damals noch die PDS – hat seitdem 78 Prozent ihrer Genossen eingebüßt. Die FDP verlor im selben Zeitraum 61 Prozent, die SPD knapp 56 Prozent und die CDU knapp 49 Prozent. Die Grünen hätten ihre Mitgliederzahlen dagegen seit 1990 um mehr als 133 Prozent gesteigert. (dpa/jW)