-
06.08.2020
- → Inland
Berliner Polizei soll rechte Beamte finden
Berlin. Mit einem Elf-Punkte-Konzept soll die Berliner Polizei künftig ihre eigenen Maßnahmen vor allem gegen Einzelfälle »rechtsextremistischer Einstellungen« bei Beamten verschärfen. Das kündigten Innensenator Andreas Geisel (SPD) und Polizeipräsidentin Barbara Slowik am Mittwoch an. Dazu gehören ein interner Extremismusbeauftragter, die Möglichkeit für anonyme Hinweise von Kollegen, Abfragen beim Verfassungsschutz, »intensive Befragungen« von Bewerbern und regelmäßige wissenschaftliche Studien zu Einstellungen der Beamten. Eine Mitgliedschaft in der AfD sei allerdings noch kein Problem, sagte Geisel. Das Konzept sei auf viele Jahre angelegt und diene auch dem »Schutz der aufrechten Polizisten« vor »pauschalen Verurteilungen«, so der Innensenator. (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!