Contra Kapitalismus, Protest-Abo!
Gegründet 1947 Sa. / So., 8. / 9. August 2020, Nr. 184
Die junge Welt wird von 2346 GenossInnen herausgegeben
Contra Kapitalismus, Protest-Abo! Contra Kapitalismus, Protest-Abo!
Contra Kapitalismus, Protest-Abo!
Aus: Ausgabe vom 03.08.2020, Seite 9 / Kapital & Arbeit
Zwangsverkauf

Opfer im US-Wirtschaftskrieg

Betreiber will Videoplattform Tik Tok in USA wegen Verbotsdrohung verkaufen
RTX7MS04.JPG
In den USA unerwünscht: Firmengebäude der Tik-Tok-Mutter Bytedance in Beijing im Juli

Der chinesische »Tik Tok«-Eigentümer Bytedance ist nach der Verbotsankündigung von US-Präsident Donald Trump Insidern zufolge zu einem vollständigen Verkauf der US-Geschäfte »bereit«. Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters vom Sonntag wolle Bytedance dem US-Internetgiganten Microsoft die Verwaltung der auf dem beliebten Videoportal gesammelten US-Nutzerdaten komplett übertragen. Reuters bezog sich dabei auf Angaben von »zwei mit den Vorgängen vertrauten Personen« vom Wochenende.

Der auf diese Weise geplante Rückzug des Eigners erlaube es auch anderen US-Unternehmen als Microsoft, das dortige Geschäft von »Tik Tok« zu übernehmen, so die Informanten. Damit will Bytedance offenbar dem in Aussicht stehenden Totalschaden vorbeugen – und die Verluste minimieren. Außerdem plant das Unternehmen, seinen US-Investoren die Möglichkeit einzuräumen, Minderheitsbeteiligungen zu übernehmen.

Die US-Regierung hat im Zuge ihres Wirtschaftskrieges gegen die Volksrepublik China »Sicherheits- und Datenschutzbedenken« gegen die vor allem bei jungen Leuten bliebte App geltend gemacht. Weltweit zählt »Tik Tok« etwa eine Milliarde Nutzer – darunter rund 100 Millionen in den USA. Am Freitag hatte der US-Präsident angekündigt, er wolle die Plattform im Lande verbieten. Nach den Worten von Handelsberater Peter Navarro wollte Trump entweder noch am Sonntag oder an diesem Montag eine Entscheidung treffen. »Die Regierung hat sehr ernste nationale Sicherheitsbedenken gegenüber Tik Tok«, erklärte das Präsidialamt. Dabei gehe es um Nutzerdaten, die nach China weitergegeben würden. (Reuters/jW)

Die junge Welt im Aktionsabo kennenlernen: Drei Monate lang für 62 Euro!

An guten Gründen für Protest mangelt es sicher nicht – ganz im Gegenteil. Diese Zeit hat Opposition bitter nötig! Doch ganz gleich wie der Protest aussieht, gilt: Nur was man versteht, kann man verändern.

Genau hier setzt die junge Welt an. Jeden Tag liefern wir gut sortiert Informationen und Inspirationen, machen Hintergründe und Zusammenhänge verständlich. Knapp und bündig bietet die junge Welt konsequent linken Journalismus, an jedem Wochentag auf 16 und am Wochenende auf 24 Seiten.

Die beste inhaltliche Basis für Protest! Deshalb bieten wir unser Sommerabo an: Drei Monate die junge Welt mit ihrem unverwechselbarem Profil kennenlernen. Danach ist Schluss, es endet automatisch.

Mehr aus: Kapital & Arbeit

Die inhaltliche Basis für Protest: konsequent linker Journalismus. Jetzt Protest-Abo bestellen!