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Aus: Ausgabe vom 01.08.2020, Seite 8 / Abgeschrieben

75 Jahre nach dem atomaren Massenmord: Hiroshima warnt!

Außerdem: Chinas Umgang mit der Coronapandemie, Leitartikel aus der China-Rundschau

Die Friedens- und Zukunftswerkstatt e. V. Frankfurt a. M. rief am Freitag zu einer Kundgebung am Donnerstag, den 6. August 2020, um 17 Uhr auf dem Frankfurter Paulsplatz auf – »75 Jahre nach dem atomaren Massenmord: Hiroshima warnt!«

Die Friedensinitiativen fordern angesichts der wachsenden Bedrohung durch einen atomaren Krieg, die US-Atomwaffen aus Deutschland abzuziehen. Statt die Fortsetzung der atomaren Teilhabe der Bundeswehr festzuschreiben, soll die Bundesrepublik dem UN-Atomwaffenverbotsvertrag beitreten und die Atomwaffen ächten und abschaffen.

Nicht durch Massenvernichtungswaffen, sondern nur mit internationaler Zusammenarbeit könne der Bedrohung der Sicherheit der Menschen wirksam entgegengetreten werden. Nicht NATO-Aufrüstung, sondern eine engagierte Friedenspolitik wird gefordert.

Statt weitere Milliarden für neue Kampfjets und noch mehr Rüstung zu verschwenden, sollte dieses Geld für ein besseres Gesundheitswesen, für Maßnahmen gegen den Klimawandel und für kommunale Investitionen in die Zukunft der Menschen eingesetzt werden. (…)

In der soeben erschienenen Ausgabe der deutschsprachigen Zeitschrift China-Rundschau wurde ein Leitartikel zu Chinas Umgang mit der Coronapandemie veröffentlicht:

Während die europäische Wirtschaft immer noch auf den Beginn der Entspannung der Lage wartet, erholt sich China wirtschaftlich bereits wieder. Nach dem negativen BIP-Wachstum im ersten Quartal erholte sich Chinas Wirtschaft im zweiten Quartal nun stark. Zum einen demonstrierte sie ihre starke Widerstandsfähigkeit. Zum anderen gab es einen chinesischen Plan, wie die wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronavirusepidemie bewältigt und der Weltwirtschaft Vertrauen und neue Impulse vermittelt werden können. (…)

Die Fähigkeit der chinesischen Wirtschaft, dem »Stresstest« der Epidemie standzuhalten, ist untrennbar mit ihrer starken Fähigkeit zur Selbstreparatur und der richtigen Wirtschaftspolitik verbunden. Erstens haben der riesige Markt von 1,4 Milliarden Menschen, die kontinuierliche Steigerung der Verbrauchernachfrage und eine relativ vollständige Industriekette Chinas Wirtschaft immer wettbewerbsfähiger gemacht. Zweitens hat China das beste Gleichgewicht zwischen Prävention und Kontrolle der Epidemie und wirtschaftlicher Entwicklung gefunden. Die Erfahrungen und Lehren aus der Anfangsphase der Epidemiebekämpfung haben es China ermöglicht, ruhig auf die vereinzelte lokale Wiederkehr der Epidemie zu reagieren, ohne die Produktion und das Leben erneut herunterfahren zu müssen, und stabile Bedingungen für eine beschleunigte wirtschaftliche Erholung zu schaffen. (…)

Die wirtschaftliche Erholung im ersten Halbjahr zeigte zwei Ungleichmäßigkeiten, nämlich dass ihre Geschwindigkeit auf der Verbraucherseite hinter der auf der Angebotsseite und bei der Dienstleistungsbranche hinter der beim verarbeitenden Gewerbe zurückbleibt. (…)

Obwohl sich Chinas Außenhandelsdaten im Juni gut entwickelten, gingen die Importe und Exporte im ersten Halbjahr weiter zurück. (…) Gleichzeitig besteht die Möglichkeit einer weiteren Verschärfung der Wirtschafts- und Handelsspannungen, insbesondere durch den Unilateralismus und die protektionistische Politik der Vereinigten Staaten, die sich auf die wirtschaftliche Erholung Chinas auswirken. (…)

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