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BKA greift direkt auf Whats-App-Inhalte zu

Berlin. Das Bundeskriminalamt (BKA) überwacht offenbar seit einigen Jahren die Kommunikation von Verdächtigen im Messengerdienst Whats-App, ohne Spionagesoftware einzuschleusen. Das BKA nutzt dafür die Funktion der Anwendung, sie auch zum Beispiel per Internetbrowser bedienen zu können, wie die Sender WDR und BR am Dienstag unter Verweis auf polizeiinterne Dokumente berichteten. Dazu muss das entsprechende Mobilgerät allerdings entsperrt sein. Unklar blieb in dem Bericht, ob das BKA zum Mitlesen auf Schwachstellen des Geräts der Zielpersonen setzt oder die Anwendung mit seinen eigenen PC verknüpft. Bei der letzteren Vorgehensweise würde Whats-App allerdings den Nutzer über ein zusätzlich angemeldetes Gerät informieren.(dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 22.07.2020, Seite 4, Inland

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