Kontra Klimakiller, Protest-Abo!
Gegründet 1947 Sa. / So., 26. / 27. September 2020, Nr. 226
Die junge Welt wird von 2356 GenossInnen herausgegeben
Kontra Klimakiller, Protest-Abo! Kontra Klimakiller, Protest-Abo!
Kontra Klimakiller, Protest-Abo!
Aus: Ausgabe vom 04.07.2020, Seite 8 (Beilage) / Wochenendbeilage

Kiwieis

Von Maxi Wunder

Neuseeland ist das zweitfriedlichste Land der Welt nach Island und der drittgrößte Produzent von Kiwifrüchten nach China und Italien. Junge Menschen aus aller Welt waren schon Erntehelfer im Rahmen eines mehrmonatigen »Work and Travel«-Aufenthalts auf der landwirtschaftlich geprägten Bay of Plenty auf der Nordinsel des Landes. Die Arbeitsbedingungen sind dort deutlich fairer als zum Beispiel auf deutschen Spargeläckern. Zur Zeit ist coronabedingt Einreisestopp in Neuseeland, der Kiwiexport scheint aber nicht zu stagnieren.

Fruchtig, saftig, süffig sind die eierförmigen Früchte der Pflanzengattung »Strahlengriffel«. Am besten schmeckt die ursprünglich aus Ostchina stammende »Kiwi gold«, botanisch »Actinidia chinensis«: In der Mitte durchschneiden, das reife Fruchtfleisch mit dem Teelöffel aus beiden Hälften so nah wie möglich an der Haut herauslösen und pur genießen. Meistens bleibt noch gelber Saft in der Schale, den man mit der Zunge ausschlecken kann.

Wer außerstande ist, seine Kreativität angesichts des köstlichen Obstes zu zügeln, sollte die etwas saurere grüne Kiwi verwenden, etwa für ein erfrischendes Kiwieis mit marinierten Erdbeeren:

Für das Kiwieis 80 g Zucker mit 125 ml Wasser in einen Topf geben, aufkochen lassen, vom Herd nehmen und abkühlen lassen. 230 g grüne Kiwis schälen und im Mixer fein pürieren. Eine halbe Zitrone auspressen. 1 Eiweiß halbsteif schlagen. Kiwipüree, Zitronensaft, 130 ml Weißwein, Eischnee und Zuckersirup gut vermischen und in der Eismaschine cremig frieren.

Für die Erdbeermarinade 250 g Erdbeeren vorsichtig waschen und gut abtropfen lassen. Mit einem spitzen kleinen Messer die Kelche entfernen. Erdbeeren in kleine Würfel schneiden. Erdbeerwürfel mit 40 g Zucker, 2 cl Erdbeerlikör und einem Spritzer Zitronensaft in eine Schüssel geben und mischen.

Aus dem Kiwieis Kugeln ausstechen – am besten mit einem Eisportionierer – und mit den marinierten Erdbeeren anrichten. Die Portionen mit Minzeblättchen dekorieren.

Neuseeland ist auch die Heimat eines gleichnamigen Vogels, des nördlichen Streifenkiwis, ein flauschig gefiederter, brauner, flugunfähiger und fast blinder hühnergroßer Vogel ohne Schwanz. Dank des ausgeprägten Tastsinns seines langen dünnen Schnabels ist er auch ohne gucken zu können ein erfolgreicher Jäger: Nachts versenkt er seinen Schnabel in die Erde und nimmt seismographisch die Bewegungen von Regenwürmern, Tausendfüßlern und Insektenlarven wahr, von denen er sich hauptsächlich ernährt.

Lange Zeit wurde er von den Menschen wegen seiner weichen Federn und seines Fleisches gejagt und stark dezimiert. Seit Ende des 19. Jahrhunderts ist das verboten; nun sind eingeschleppte hungrige Katzen, Marder, Hunde und Wiesel seine Feinde. Der Kiwi gilt als gefährdet, sein Verwandter, der Okaritokiwi, sogar als vom Aussterben bedroht. Die Neuseeländer sind nicht in dieser  Gefahr. Dennoch identifizieren sich so sehr mit ihrem Nationalvogel, dass sie sich selbst als Kiwis bezeichnen und versuchen, seine Bestände durch das Aufstellen von Kleintierfallen zu schützen.

Wann, wenn nicht jetzt?

Die letzten Tage, um das stark vergünstigte und zeitlich begrenzte Aktionsabo der Tageszeitung junge Welt zu bestellen, sind angebrochen: Bis Montag, 28. September gibt es das Protest-Abo, um die junge Welt drei Monate lang stark vergünstigt für 62 € zu lesen!
 
Eine gute Gelegenheit, um die Tageszeitung gegen Kapitalismus kennenzulernen. Auf zum Endspurt!

Regio:

Mehr aus: Wochenendbeilage

Letzte Chance: drei Monate junge Welt  für 62 €. Nur noch bis 28. September bestellbar!