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Aus für Sachsens Geheimdienstchef

Dresden. Der bisherige Chef des sächsischen Verfassungsschutzes, Gordian Meyer-Plath, ist nach rund acht Jahren sein Amt los. Meyer-Plath werde künftig im Bereich Kultur und Tourismus beim Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus eingesetzt, teilte Innenminister Roland Wöller (CDU) am Dienstag in Dresden mit. Gründe für den Wechsel an der Spitze des Verfassungsschutzes nannte Wöller nicht. Neuer Chef des Landesamtes wird Dirk-Martin Christian. Meyer-Plath hatte in den 1990er Jahren als junger »V-Mann-Führer« in Brandenburg den NSU-Zeugen Carsten Szczepanski betreut. Informationen über die untergetauchten Neonazis waren damals vom Verfassungsschutz nicht an die Polizei weitergeleitet worden. In den vergangenen Jahren war Meyer-Plath mehrfach vorgeworfen worden, ultrarechte Tendenzen nicht ernst genug zu nehmen. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 02.07.2020, Seite 1, Inland

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