Der Schwarze Kanal: »Verkommen«
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Der Schwarze Kanal: »Verkommen«
Aus: Ausgabe vom 01.07.2020, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Legales Giftgas

Update | Mo., 19.07 Uhr, DLF Nova
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Mehrere Kanister verströmen »Tränengas« in Richtung von Teilnehmern einer »Gelbwesten«-Protestaktion in Frankreich (Paris, 18.1.2020)

Neben sogenannten Gummigeschossen und Elektroschockpistolen zählen »Pfefferspray« und »Tränengas« zu den am häufigsten von Polizei und anderen Sicherheitskräften eingesetzten Mitteln. Am Montag abend erinnerte ein von Deutschlandfunk Nova ausgestrahlter Beitrag daran, dass CS-Gas bis heute gegen Zivilisten eingesetzt werden darf, obwohl es als militärischer Kampfstoff seit dem Jahr 1925 nicht erlaubt ist – und wie es dazu kam.

Damals wurde das Reizgas in das Genfer Protokoll über das Verbot der Verwendung von erstickenden, giftigen oder ähnlichen Gasen sowie von bakteriologischen Mitteln aufgenommen. Zuvor diente es zur Vertreibung gegnerischer Truppen aus Schützengräben. Heute setzen es Regierungen weltweit ein, um Demonstrationen und unerwünschte Versammlungen gewaltsam aufzulösen. Kritiker warnen vor teils tödlichen Folgen. Aber nicht nur das Gas selbst, sondern auch die verschossenen Kanister können schwerste Verletzungen verursachen. (mb)

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