Gegründet 1947 Donnerstag, 2. Juli 2020, Nr. 152
Die junge Welt wird von 2327 GenossInnen herausgegeben
Aus: Ausgabe vom 26.05.2020, Seite 14 / Feuilleton
Programmtips

Vorschlag

Damit Ihnen das Hören und Sehen nicht vergeht
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Ohki Seiko, Künstlerin aus Japan: »1968: Die globale Revolte«

ZDF-Zeit: Der Unverantwortliche

Trump und die Coronakrise

Die relativ nüchterne Doku schildert, wie Donald Trump die Warnungen vor dem Coronavirus überhörte, den Rat der medizinischen Fachleuchte missachtete, die Bedrohung herunterspielte und sich weigerte, eine koordinierte Strategie zur Rettung US-amerikanischer Bürger voranzutreiben. Seien wir nicht hämisch, seien wir gewarnt.

ZDF, 20.15 Uhr

Nur eine Frau

Aynur, eine junge deutsche Mutter mit türkisch-kurdischen Wurzeln, entflieht der Gewalt in ihrer Ehe, sucht sich eine Wohnung, macht eine Lehre und lernt neue Freunde kennen. Sie weiß, dass sie sich damit gegen die Traditionen ihrer Familie stellt und sich selbst in Gefahr bringt. Die Drohungen ihrer Brüder werden immer böser, bis Aynur einem sogenannten Ehrenmord zum Opfer fällt. Toller Film.

RBB, 20.30 Uhr

Schau in meine Welt! ­Dancing Abdullah

Abdullah hat eine ganz eigene Theorie: Tanzen – das stecke tief in ihm drin, sagt er. Immer wenn er Musik hört, ihren Rhythmus, die Beats, drängt es ihn, sich zu bewegen, und er will tanzen. Täte er das nicht, würde es ihn traurig machen, und er hätte das Gefühl, die Musik zu verschwenden. D 2019.

HR, 21.30 Uhr

1968: Die globale Revolte

Ob in San Francisco, Tokio, Paris, Prag, São Paulo, Algier, Berlin oder London – überall auf der Welt protestierten 1968 junge Menschen gegen festgefahrene Strukturen, Unterdrückung und Imperialismus. Der erste Teil dieser Reihe wirft einen Blick auf die wirtschaftlich boomende, sozial aber erstarrte US-amerikanische Gesellschaft der 1960er Jahre. Zweiter Teil im Anschluss. D/F/N 2018.

Arte, 21.45 Uhr

Makro

Globalisierung auf Abstand

Die Coronapandemie deckt auf, wie verwundbar das deutsche Exportmodell ist. Lieferketten sind zusammengebrochen, weil Fabriken in Frankreich, Italien oder China stillstehen.

3sat, 22.25 Uhr

Eine Lebenskünstlerin in Afrika

Risikoleben in Dschibuti

In der Schweiz fühlte sich Cornelia Frey nie wirklich zu Hause. Nachdem die Bernerin drei Kinder großgezogen hatte, wanderte sie 2010 nach Äthiopien aus. Heute lebt sie in Dschibuti – mit wenig Geld, aber vielen Ideen. Die Reportage von Hanspeter Bäni zeigt eine Lebens- und Überlebenskünstlerin, die sich trotz vieler Schwierigkeiten ihre Träume nicht nehmen lässt. CH 2020.

3sat, 23.45 Uhr

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