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Aus: Ausgabe vom 19.05.2020, Seite 2 / Ausland
WHO-Konferenz zu Coronapandemie

WHO-Konferenz gestartet

Kritik von UNO an »uneinheitlicher Reaktion« auf Pandemie. China spendet weitere zwei Milliarden US-Dollar – USA schweigen
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Immer wieder umkämpft: Die Jahrestagung der WHO in Genf (22.5.2017)

Appelle und Kritik haben am Montag den Auftakt der WHO-Tagung zur Coronapandemie geprägt. UN-Generalsekretär António Guterres kritisierte die uneinheitliche Reaktion der »Weltgemeinschaft« und beklagte, viele Länder hätten »die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ignoriert«. Die Pandemie solle ein »Weckruf« für die Welt sein. Die Krise müsse genutzt werden, um gerechtere und nachhaltigere Wirtschaftssysteme aufzubauen, sagte der UN-Generalsekretär. Die Konferenz findet wegen der Coronapandemie in diesem Jahr erstmals virtuell statt und wurde außerdem auf zwei Tage verkürzt.

China hat unterdessen angekündigt, im Falle einer erfolgreichen Impfstoffentwicklung gegen das neuartige Coronavirus das Mittel weltweit zur Verfügung zu stellen. Sollte China einen Impfstoff entwickeln, werde Beijing diesen zu einem »weltweiten Gut der Allgemeinheit« machen, sagte Präsident Xi Jinping am Montag in einer Videobotschaft an die WHO in Genf. Damit solle der Impfstoff auch für Entwicklungsländer verfügbar und bezahlbar gemacht werden. Xi kündigte außerdem an, der WHO im Kampf gegen die Coronapandemie weitere zwei Milliarden US-Dollar bereitzustellen.

Beijing unterstütze Bestrebungen, die weltweite Reaktion auf die Pandemie »umfangreich zu bewerten«, nachdem diese unter Kontrolle gebracht sei, sagte Xi. Er versicherte, sein Land sei »immer offen, transparent und verantwortungsvoll« im Umgang mit dem Virus gewesen und habe seine Erkenntnisse zügig mit der internationalen Gemeinschaft geteilt.

Überschattet werden die Beratungen von der aggressiven Haltung Washingtons gegenüber China. US-Präsident Donald Trump hatte der WHO Einseitigkeit zugunsten der Volksrepublik vorgeworfen und die Zahlungen seines Landes an die Organisation eingestellt. Weiterhin gibt er Beijing die Schuld an der Pandemie. Die USA überließen das Feld in der Auftaktsitzung am Montag den anderen, niemand aus Washington stand mit einem Redebeitrag zur Verfügung.

WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus versprach in seiner Rede eine unabhängige Untersuchung zum »frühesten geeigneten Zeitpunkt«. Kritik am Umgang der WHO mit dem neuartigen Coronavirus wies er zurück. Die WHO habe nach dem Auftreten des Virus »früh Alarm geschlagen«, sagte Tedros. (AFP/dpa/jW)

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