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Aus: Ausgabe vom 27.02.2020, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: Rächer vom Perlfluss

Informationen am Morgen | Mi., 8.06 Uhr, DLF
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Im Bündnis mit Hollywood: Hongkongs »Rächer« Joshua Wang

Dem Deutschlandfunk ist es gelungen, den Hongkonger Aktivisten Joshua Wong ans Telefon zu bekommen, über den ein Ausreisestopp verfügt wurde. Der jugendliche Held aller China-Gegner hat gerade unter dem Titel »Unfree Speech« seine Memoiren veröffentlicht und regt sich über die Berlinale auf, deren Boykott er fordert. Nicht, um die Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, mit dem Wong zufolge Kommunisten per se nicht klarkommen. Vielmehr missfällt ihm, dass die Festivalleitung den neuesten Film seines Freundes Ai Weiwei nicht ins Programm genommen hat, der das Vorwort zu seinem Buch verfasst hat. Wong vermutet, dass dies etwas mit den Sponsoren zu tun habe – was von seiten der Berlinale auf Rückfrage des Senders verneint wird. Auch sonst scheinen Wong Filme am Herzen zu liegen. So plaudert er aus, dass sich die Proteste in der Stadt am Perlfluss im letzten Jahr weniger irgendwelchen Repressionen verdankten. Vielmehr seien sie vom neuesten der »Avengers«-Superheldenfilme inspiriert gewesen. (jt)

Leserbriefe zu diesem Artikel:

  • N. N.: Kein Perlfluss Der Perlfluss fließt nicht durch Hongkong. Deswegen gibt es dort auch keinen »Perfluss-Rächer«. Dafür kann man auf die Landkarte schauen. Ich selbst lebe in Guangzhou (Kanton), einer Stadt, die für de...

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