Zum Inhalt der Seite

Ungarn: Stopp von Entschädigung für Gefangene

Budapest. Ungarn wird vorerst keine Entschädigungen an Gefangene mehr bezahlen, die diesen wegen unzureichender Haftbedingungen zustehen. Ein entsprechendes Gesetz billigten die Abgeordneten der extrem reaktionären Regierungspartei Fidesz am Dienstag im Budapester Parlament. Es tritt mit der Veröffentlichung im Amtsblatt in Kraft und stoppt derartige Entschädigungszahlungen bis zum 15. Juni. Die Regierung von Ministerpräsident Viktor Orban arbeitet darauf hin, diese Entschädigungen grundsätzlich abzuschaffen. Viele Gefängnisse in Ungarn sind stark überfüllt. Klagen haben meist gute Aussichten auf Erfolg. (dpa/jW)

junge Welt

Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.

Bezahlmethoden:

Mit Absenden erklärst du dich mit der DSGVO-konformen Datenverarbeitung einverstanden

Erschienen in der Ausgabe vom 26.02.2020, Seite 2, Inland

Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?

→ Teilen und weiterempfehlen
Solidarität jetzt!

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.

In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.

Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!