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Frauen-Union fürchtet Rollback in der CDU

Berlin. Die Frauen-Union hat die CDU vor einem Rückschritt im Umgang mit Frauen gewarnt. Die Partei sei auf »starke Frauen angewiesen, wenn sie auch in Zukunft Wahlen gewinnen will«, sagte die Vorsitzende der Frauen-Union, Annette Widmann-Mauz (CDU), dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Sonnabendausgaben der Zeitungen). Es dürfe in dieser Frage keine Rückschritte in der CDU geben, warnte sie nach dem angekündigten Rückzug der Bundesvorsitzenden Annegret Kramp-Karrenbauer. »Derzeit sind Kanzleramt, Parteivorsitz und die EU-Kommission in der Hand von CDU-Frauen«, sagte Widmann-Mauz. »Schlagzeilen wie ›Genug von der Damenriege‹ zeigen allerdings, dass das auch 2020 noch keine Selbstverständlichkeit ist.« Die Strukturen in Partei und Gesellschaft müssten weiter verändert werden. Als künftige CDU-Chefs sind bisher drei Männer im Gespräch: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet und der frühere Fraktionschef Friedrich Merz. Zum Humor von Merz, der vergangene Woche auf einer Veranstaltung des Mittelstandsforums unter Gelächter darauf hingewiesen hatte, dass meteorologische Tiefs »im Augenblick Frauennamen haben«, sagte Widmann-Mauz nur: »Muss man das kommentieren?« (AFP/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 21.02.2020, Seite 15, Feminismus

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