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Aus: Ausgabe vom 18.02.2020, Seite 14 / Feuilleton

Nachschlag: »Brutale Reaktionen«

Informationen am Morgen | Mo., 5.05 Uhr, DLF
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Ein chinesischer Supermarkt im Pariser Viertel Belleville (Oktober 2013)

Wie ergeht es chinesischen und chinesischstämmigen Menschen in Europa in Zeiten des Coronavirus? Der Deutschlandfunk hat sich in dem Pariser Einwandererviertel Belleville umgehört, in dem es viele chinesische Geschäfte gibt. Ruhiger sei es auf den Straßen geworden, konstatieren die Bewohner. Ein Angestellter eines Cafés meint aber, das stünde eher in Zusammenhang mit dem stürmischen Wetter der vergangenen Tage. Er habe keine Angst vor dem Virus, Furcht würden nur die Medien verbreiten. Vielleicht ist es für den DLF auch deshalb so schwer, jemanden aus der »chinesischen Community« für ein Gespräch zu gewinnen. Es gibt das Gerücht, dass die französische Regierung das Viertel abriegeln will. Eine junge Tibeterin erklärt dann schließlich, es sei kein Wunder, dass die Chinesen im Viertel derart »brutale Reaktionen« fürchten. Und dann berichtet sie über die rassistischen Äußerungen und Gesten, denen sie in der letzten Zeit ausgesetzt war. (mik)

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