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Aus: Ausgabe vom 15.02.2020, Seite 8 / Abgeschrieben

Friedensdemonstration in Bremerhaven gegen das NATO-Manöver »Defender 2020«

Außerdem: Protestaktion gegen die Aufhebung des Landminenverbotes durch die US-Regierung

Das Bremer Friedensforum kündigte am Donnerstag eine Friedensdemonstration in Bremerhaven gegen das NATO-Manöver »Defender 2020« an:

Die Bremerhavener »Initiative Mut zum Frieden« und das Bremer Friedensforum rufen am Samstag, 22. Februar, zu einer Demonstration anlässlich des NATO-Großmanövers »Defender 2020« in Bremerhaven auf. Start ist um 11 Uhr an der Großen Kirche, Bürgermeister-Smidt-Straße 45, die Abschlusskundgebung findet am Zolltor Roter Sand statt. Der Termin (22. Februar) wurde im Hinblick darauf gewählt, dass mehrere Zeitungen für diesen Tag die Anlandung von Kriegsgerät (...) ankündigten. (...)

»Wir haben die begründete Vermutung, dass das militärische Gerät mit dem Frachter ›Endurance‹ geliefert wird, der am 19. Februar abends in Bremerhaven festmachen soll«, so Werner Begoihn von der »Initiative Mut zum Frieden«.

Der Aufruf zur Demonstration in Bremerhaven enthält vier Forderungen: Keine Kriegsgeräte über Bremerhaven, Entspannungspolitik und politische Konfliktlösungen statt militärischer Konfrontation, Kooperation mit Russland in einem gemeinsamen Haus Europa, konsequente Abrüstung und Nutzung der freiwerdenden Mittel für soziale und ökologische Aufgaben. (...)

Die »Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges« (IPPNW) teilten am Freitag mit: »Protestaktion gegen die Aufhebung des Landminenverbotes durch die US-Regierung«

Antipersonenminen gehören zu den Waffen, die besonders grausame Verletzungen verursachen. In mehr als 80 Prozent aller Fälle töten oder verletzen sie völlig unbeteiligte Zivilisten – oftmals erst Jahre später.

Die am 31. Januar 2020 verkündete neue Landminenpolitik der USA erlaubt es den US-Truppen, jederzeit und überall auf der Welt Antipersonenminen einzusetzen und US-Unternehmen, die Produktion von Antipersonenminen wieder aufzunehmen. (…)

Der jahrzehntelange Einsatz von Antipersonenminen hat jedoch ein langfristiges Erbe an Tod, Verletzung und Leid hinterlassen. Trotz Ächtung wurden zwischen 1998 und 2018 noch etwa 130.000 Menschen durch Landminen verletzt oder getötet. Mehr als 60 Millionen Zivilisten leben auch heute noch mit der täglichen Angst vor Landminen und explosiven Kriegsmunitionsrückständen. (...)

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