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USA gegen Auslieferung von Diplomatengattin

London. Fünf Monate nach einem tödlichen Verkehrsunfall in Großbritannien haben die USA eine Auslieferung der US-amerikanischen Unfallfahrerin abgelehnt. Das teilte der Sprecher der Familie des Opfers, Radd Seiger, am späten Donnerstag abend mit. Das britische Innenministerium sprach am Freitag in einer Stellungnahme von einer »Rechtsverweigerung«. London erwäge nun seine Optionen, hieß es weiter. Die USA hatten sich in dem Fall immer wieder auf die Immunität der Diplomatengattin berufen. Im August war der 19jährige Harry Dunn getötet worden, als sein Motorrad vor dem Stützpunkt der britischen Luftwaffe in Northamptonshire mit dem Auto der US-Amerikanerin zusammenprallte. Der Fahrerin wurde diplomatische Immunität zugesprochen – nach dem Unfall durfte sie in die USA zurückkehren. (dpa/jW)

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Erschienen in der Ausgabe vom 25.01.2020, Seite 7, Ausland

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