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Aus: Ausgabe vom 24.01.2020, Seite 14 / Feuilleton

Angst vor Gewalt

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Seit Wochen wird Indien durch Demonstrationen gegen das neue Staatsbürgerschaftsgesetz von Premierminister Narendra Modi erschüttert. Kritiker sehen in dem Gesetz einen Verstoß gegen die säkulare Verfassung Indiens, weil es Rechte an die Religion binde und Muslime diskriminiere. Bei Zusammenstößen mit der Polizei starben bisher mindestens 25 Menschen, Tausende wurden verhaftet. Viele der sichtbarsten und hartnäckigsten Proteste fanden im Umfeld der Universitäten statt, und einige Studenten fürchten nach den Übergriffen durch nicht identifizierte Mobs in den letzten Wochen um ihre Sicherheit. Außerhalb der Hauptstadt Neu-Delhi sind auch an den Hochschulen in Mumbai (siehe Bild), Bengaluru, Kalkutta und Chennai Proteste ausgebrochen. In einigen Fällen weiteten sie sich auf nahe gelegene Stadtplätze aus. Es ist die größte Bewegung gegen Indiens Premier seit dessen Amtsantritt 2014. (Reuters/jW)

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