Gegründet 1947 Montag, 27. Januar 2020, Nr. 22
Die junge Welt wird von 2223 GenossInnen herausgegeben
Aus: Ausgabe vom 17.01.2020, Seite 14 / Feuilleton

Der Willkür trotzen

RTS2Y7VD.jpg
Julian Assange am Montag beim Verlassen des »Westminster Magistrates’ Court« in London

Am Montag erschien der australische Journalist und Gründer der Enthüllungsplattform Wikileaks, Julian Assange, zu einem erneuten Anhörungstermin im Londoner »Westminster Magistrates’ Court« – seit langer Zeit wieder persönlich (siehe Bild). Zuvor hatte es Videoschaltungen aus dem Hochsicherheitsgefängnis Belmarsh gegeben. Dort wird Assange seit dem 22. September 2019 in sogenannter Präventivhaft gehalten, da seine Strafe wegen »Verstoßes gegen Bewährungsauflagen« vom April 2019 abgegolten ist. Am 23. Februar soll der von den USA angestrebte und im Sommer 2019 vom britischen Innenminister Sajid Javid zugelassene Prozess um eine Auslieferung Assanges beginnen. Seine Anwältin Gareth Peirce beanstandete erneut den Unwillen der Verantwortlichen des Gefängnisses, dem Rechtsteam und seinem Mandanten ausreichend Zeit zur Vorbereitung einzuräumen. Das stelle eine »Verletzung der Rechte des Beklagten« dar, wie ihn das Nachrichtenportal Pressenza am Donnerstag zitierte. (jW)

Mehr aus: Feuilleton