-
16.01.2020
- → Feuilleton
Aus der Sicht einer Frau
Anlässlich des heutigen Kinostarts des Films über sein Leben, »Lindenberg! Mach dein Ding« (Besprechung folgt morgen in der jW), hat sich der 73jährige Musiker Udo Lindenberg gegenüber der Deutschen Presseagentur in Hamburg zur Regisseurin Hermine Huntgeburth (»Die weiße Massai«) geäußert: »Hermine ist eine wunderbare, supersensible Powerfrau, die auch die 60er und 70er Jahre erlebt hat, das Gefühl für den Zeitgeist hat und in ihren Bildern top umgesetzt hat. Außerdem ist Hermine ein geheiligter Name, denn meine Mutter trug ihn auch.« Auch abgesehen von der speziellen Eignung Huntgeburths sei es ein Glücksfall, dass eine Frau die Regie übernommen habe: »Aus der Sicht einer Frau stellt sich manches anders dar, als wenn ein Typ das dreht. Dafür bin ich immer offen, daran bin ich immer interessiert.« Bei dieser Gelegenheit übte Lindenberg Kritik am Musikgeschäft: »Unser Rock-’n’-Roll-Business ist total dominiert von Männern. Das ist ein Trauerspiel, und das müssen wir eh ändern.« (dpa/jW)
Unabhängiger Journalismus braucht deine Unterstützung.
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Durchschnittliche Bewertung: 0,0
Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden und die Klage des Verlags 8. Mai abgewiesen. Die Bundesregierung darf die Tageszeitung junge Welt in ihren jahrlichen Verfassungsschutzberichten erwahnen und beobachten. Nun muss eine höhere Instanz entscheiden.
In unseren Augen ist das Urteil eine Einschränkung der Meinungs- und Pressefreiheit in der Bundesrepublik. Aber auch umgekehrt wird Bürgerinnen und Bürgern erschwert, sich aus verschiedenen Quellen frei zu informieren.
Genau das aber ist unser Ziel: Aufklärung mit gut gemachtem Journalismus. Sie können das unterstützen. Darum: junge Welt abonnieren für die Pressefreiheit!